Großer Preis von Australien: Schumacher krachte in einen Reifenstapel - DER SPIEGEL
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Großer Preis von Australien Schumacher krachte in einen Reifenstapel

Fahrfehler oder technischer Defekt? Im zweiten Teil des Freien Trainings zum Großen Preis von Australien verunglückte Michael Schumacher mit seinem F1-2000. Der Ferrari-Pilot blieb unverletzt - und sicherte sich trotz des Malheurs die Bestzeit.
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Nach gut zwanzig Minuten der zweiten, einstündigen Session war das Freie Training zum Großen Preis von Melbourne für Ferrari-Pilot Michael Schumacher beendet. Keine fünf Minuten zuvor hatte der Doppel-Weltmeister aus Kerpen die von seinem Kontrahenten Mika Häkkinen im ersten Teil des Freitags-Training aufgestellte Bestzeit klar verbessert, dann erwischte es ihn übel.

Mitten in Kurve 14 brach das Heck plötzlich aus und der F1-2000 schoss mit hoher Geschwindigkeit geradewegs übers Kiesbett und krachte seitlich in einen Reifenstapel. Das Auto nahm erheblichen Schaden, Schumacher selbst entstieg seinem roten Renner jedoch unverletzt. Ferrari-Pressesprecher Claudio Berro gab sofort Entwarnung: "Michael ist nichts passiert." Die Ursache für den Crash aber blieb zunächst im Verborgenen.

Bei im Vergleich zum ersten Freien Training ungleich ungünstigeren, weil langsameren Bedingungen - die Asphalttemperatur war auf 44 Grad Celsius angestiegen - konnte weder der nach der ersten Stunde in Führung liegende Mika Häkkinen (McLaren-Mercedes) noch irgendein anderer Fahrer die Bestzeit Schumachers unterbieten. Anschließend gab sich ein von seinem Crash augenscheinlich unbeeindruckter Schumacher zuversichtlich für das Qualifying am Samstag (3.00 Uhr/MESZ): "Wir waren gleich aus der Box raus schnell und mussten keine Rückstände aufholen. Mercedes und wir liegen nur einige Hundertstel auseinander. Das ist das, was ich erwartet habe."

Nicht ganz zu erwarten war hingegen die noch recht gute Platzierung von Jordan-Pilot Heinz-Harald Frentzen, der einen siebten Platz herausfuhr. Ralf Schumacher (BMW-Williams) wurde nach einem sechsten Platz in der ersten Session schließlich nur Sechzehnter im 22er-Feld, an dessen Ende sich Debütant Nick Heidfeld (Prost-Peugeot) wiederfand. Der Mönchengladbacher musste Lehrgeld zahlen. Nach einem Ausritt im ersten Training, konnte er sich in Abschnitt zwei wenigstens von der Zeit her noch ein wenig verbessern.

Endstand Freies Training:

Schnellste Runde:


1. Michael Schumacher (Ferrari) 1:32.130
2. David Coulthard (McLaren) 1:32.144
3. Rubens Barrichello (Ferrari) 1:32.482
4. Mika Häkkinen (McLaren) 1:32.702
5. Jacques Villeneuve (BAR) 1:33.525
6. Pedro Diniz (Sauber) 1:33.597
7. Heinz-Harald Frentzen (Jordan) 1:33.698
8. Alexander Wurz (Benetton) 1:33.718
9. Ricardo Zonta (BAR) 1:33.847
10. Eddie Irvine (Jaguar) 1:33.899
11. Mika Salo (Sauber) 1:33.940
12. Gaston Mazzacane (Minardi) 1:33.988
13. Giancarlo Fisichella (Benetton) 1:34.049
14. Pedro De la Rosa (Arrows) 1:34.060
15. Jarno Trulli (Jordan) 1:34.151
16. Ralf Schumacher (BMW) 1:34.158
17. Johnny Herbert (Jaguar) 1:34.414
18. Jenson Button (BMW) 1:34.547
19. Marc Gene (Minardi) 1:34.696
20. Jos Verstappen (Arrows) 1:34.745
21. Jean Alesi (Prost) 1:35.613
22. Nick Heidfeld (Prost) 1:35.997

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