Hitlergruß Schlechter Spaß von Briatore
Melbourne - "Es hatte keine besondere Bedeutung. Es war eigentlich als Spaß gedacht", erklärte der Teamchef von Weltmeister Renault in einem Interview des Pay-TV-Senders Premiere. "Wenn ich damit jemanden verletzt habe, dann möchte ich mich in aller Form dafür entschuldigen", sagte der 54-Jährige, der nicht damit gerechnet habe, dass die Aktion solche Kreise ziehen würde. "Es tut mir sehr Leid, ich wollte damit auf nichts und niemanden Bezug nehmen."
Die Bild-Zeitung hatte am Samstag ein Foto des Italieners veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie er den rechten Arm zum "Hitlergruß" hebt. Laut "Bild" soll er vor der Box von McLaren-Mercedes auch noch die Hacken zusammengeschlagen haben.
Briatore hatte zunächst behauptet, er habe nur Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug auf sich aufmerksam machen wollen. In diesem Moment habe ein Fotograf eine Serie Bilder gemacht. "Ich werde die Zeitung und den Fotografen verklagen", hatte der Italiener wütend angekündigt.
Heute kam dann der Rückzieher. "Flavio ist eben manchmal ein Clown und macht kopflos Späße. Die Geste war keineswegs politisch motiviert. Das war nicht bösartig und auch nicht rassistisch gemeint", erklärte seine Sprecherin Patrizia Spinelli in "Bild". "Flavio hätte auch jeden anderen Gruß oder jede andere Geste machen können. Das war einfach als Spaß gemeint."
Der Italiener gilt als Lebemann und Erfolgsmensch zugleich. 1994 und 1995 führte er Michael Schumacher zu seinen ersten beiden WM-Titeln, im vergangenen Jahr verhalf er dem Spanier Fernando Alonso zur Krone als bislang jüngster Weltmeister in der Formel 1.
hut/dpa