Interview mit Frentzen: "Keine optimale Lösung" - DER SPIEGEL
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Interview mit Frentzen "Keine optimale Lösung"

Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen gibt nach seiner Kündigung bei Arrows beim Großen Preis der USA ein Blitz-Comeback im Sauber-Cockpit. Der Mönchengladbacher gibt zu, dass die Zeit, sich auf das neue Auto einzustellen, zu kurz war.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Herr Frentzen, wie sehr hat es Sie selbst überrascht, anstatt erst in der nächsten Saison schon jetzt in Indianapolis wieder für Sauber fahren zu können?


Heinz-Harald Frentzen: Ehrlich gesagt, als ich das Rennen in Monza gesehen und dann gehört habe, dass Felipe Massa eine Strafe bekommt und zehn Plätze nach hinten müsste, habe ich schon damit gerechnet, dass Peter Sauber mich anrufen wird. Deshalb war ich darauf vorbereitet, als der Anruf kam.


Das Team musste das Auto und den Sitz anpassen, weil Sie größer sind als Felipe Massa. Sie haben dann in Silverstone getestet. Wie gut ist die Sitzposition im Sauber für Sie?


Frentzen: Eine optimale Lösung ist es nicht, wir haben noch ein bisschen Arbeit. Es hundertprozentig anzupassen, schaffen wir wahrscheinlich nicht. Wir müssen schon einen Kompromiss eingehen.


Wir schwierig ist es für einen Fahrer, mitten in der Saison kurzfristig in ein neues Auto umzusteigen?


Frentzen: Man muss sich auf jeden Fall umstellen, die Charakteristik des Fahrzeugs und das Handling sind anders. Wenn man das Maximale aus dem Auto rausholen möchte, braucht man normalerweise etwas mehr Zeit, um es kennen zu lernen. Aber die Testfahrten verliefen bis zu meinem Unfall ganz gut. Deshalb haben wir entschieden, dass ich in Indianapolis starte.


Werden Sie nach dem US-Grand-Prix auch in Suzuka fahren?


Frentzen: Erst mal nur in Indy. Wir schauen mal, wie es funktioniert.


Wie wichtig es es für Sie mit Blick auf das nächste Jahr, schon jetzt wieder Kontakt zu Team zu haben?


Frentzen: Es ist schon gut, dass man sich gegenseitig kennen lernen kann und die Zeit dafür hat. Es war zwar jetzt eine Hauruck-Aktion, ist aber auf jeden Fall ein Vorteil.


Aufgezeichnet von Thomas Straka, sid

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