Beerdigung von Jules Bianchi: In Trauer vereint
Trauerfeier für Formel-1-Fahrer Bianchi "Du wirst bei allen Rennen bei uns sein"
Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde in Nizza des verstorbenen Formel-1-Fahrers Jules Bianchi gedacht. Zu einer leisen Gitarrenversion des Eagles-Hits "Hotel California" betraten die Familie sowie engste Freunde und Fahrerkollegen des Franzosen die Kathedrale Sainte-Réparate im Zentrum von Bianchis Heimatstadt. Die Außenwände des Gotteshauses waren mit überdimensionalen Porträts des 25-Jährigen dekoriert. Die Trauerfeier wurde über Lautsprecher auf den Kirchenplatz übertragen.
Etliche aktuelle Formel-1-Fahrer waren unter den Trauergästen, unter anderem Weltmeister Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Felipe Massa und Jenson Button. Ebenfalls dabei waren der viermalige Champion Alain Prost, Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbandes Fia, und der französische Sportminister Thierry Braillard. Am Dienstagmorgen hatten die Teams via Twitter an Bianchi erinnert und dazu Fotos des Franzosen ins Netz gestellt. "Gott behüte dich, Jules. Du wirst bei allen Rennen bei uns sein", schrieb etwa Mercedes. "Unsere Gedanken sind in Nizza, CIAO JULES", hieß es bei Red Bull.
Bereits einen Tag vor der Trauerfeier hatte die Fia beschlossen, Bianchis Startnummer 17 in der Formel-1-Weltmeisterschaft nicht mehr zu vergeben. "Da die Startnummer mittlerweile von jedem Fahrer individuell ausgewählt wird und ihn dann während seiner gesamten Karriere begleitet, halten wir es für eine angemessene Geste, die Nummer 17 aus Respekt vor Jules Bianchi aus der Formel 1 zurückzuziehen", hieß es in einem Statement.
Bianchi war in der Nacht zum Samstag rund neun Monate nach dem verheerenden Crash beim Großen Preis von Japan in Suzuka an den Folgen des Unfalls gestorben. Am 5. Oktober 2014 war er auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Marussia unter ein Abschleppfahrzeug gerast. Bianchi hatte bei dem Unfall schwerste Kopfverletzungen erlitten und seither im Koma gelegen.
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