Lauda-Interview: "Das Kapperl bleibt rot" - DER SPIEGEL
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Lauda-Interview "Das Kapperl bleibt rot"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Niki Lauda, nach 16 Jahren kehren Sie in die Formel 1 zurück. Was war der Grund für Ihren Wechsel als Motorsportdirektor zu Jaguar?

Niki Lauda:

Das ist relativ einfach. Man muss im Leben mal Änderungen vornehmen, ich war Rennfahrer, dann habe ich die Airline aufgebaut. Jetzt ist es an der Zeit, wieder etwas anderes zu tun, und deswegen kam dieses Angebot für mich im richtigen Moment. Ich bin froh, wieder in das Metier zurückzukehren, in dem ich angefangen habe, den Rennsport. Meine Rolle ist, das neue Unternehmen schnell in die richtige Richtung zu entwickeln."

Ist damit für Sie das Kapitel Lauda Air abgeschlossen?

Lauda: Meine operative Rolle in Österreich ist beendet, der Lauda Air Italien stehe ich nur als Präsident vor. Ich siedle jetzt nach England um, das ist mein Hauptjob.

Es gab aber auch ein Angebot von Malaysian Airlines.

Lauda: Ich habe mich für die andere Richtung entschieden. Im Fluggeschäft gebe nur ich Gas, alle anderen stehen auf der Bremse. Im Motorsport ist das zum Glück anders.

Sie waren früher Weltmeister, Teamchef Bobby Rahal war ebenfalls Rennfahrer. Sind ehemalige Piloten die besseren Chefs bei Rennteams?

Lauda: Das hoffe ich, aber ob es wirklich so ist, müssen wir erst zeigen. Ich habe einen Vertrag bis 2003, und jetzt wird angefangen zu arbeiten.

Was ist in dieser Saison von Jaguar zu erwarten?

Lauda: Schwer zu sagen, wir müssen erst eine Basis finden. Diese Saison ist ohnehin schon vorgegeben. Wir müssen dahin kommen, mal den einen oder anderen Grand Prix zu gewinnen. In der Formel 1 muss man dafür aber mindestens drei Jahre ansetzen. Ferrari hat 21 Jahre auf den WM gewartet, ich hoffe, dass es bei uns nicht so lange dauert.

Müssen Sie jetzt Ihre geliebte rote Kappe gegen eine grüne eintauschen?

Lauda: Nein, das Kapperl bleibt rot. Und der Rest wird grün.

Aufgezeichnet von Thomas Straka, sid

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