Lausitzring: Erneut ein tödlicher Unfall - DER SPIEGEL
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Lausitzring Erneut ein tödlicher Unfall

Eine Woche nach dem Tod des ehemaligen Formel-1-Fahrers Michele Alboreto ist auf dem EuroSpeedway Lausitz ein Streckenposten ums Leben gekommen.
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Cottbus - Wie die Cotbusser Polizei mitteilte, wurde gegen 13.30 Uhr ein 43-jähriger Mann bei Testfahrten zum zweiten Lauf der Deutschen Tourenwagen Challenge vom 11. bis 13. Mai 2001 getötet.

Der Streckenposten, der aus dem brandenburgischen Meuro stammte und dessen Name von Polizei und Staatsanwaltschaft noch nicht veröffentlicht wurde, war offenbar vom Opel Astra OPC des Hermsdorfer Fahrers Sandro Vogel erfasst worden und starb nach Angaben der ermittelnden Staatsanwaltschaft noch am Unfallort.

Der Streckenposten war auf die Fahrbahn gelaufen

Nach Angaben des 27-jährigen Vogel hatte der Streckenposten versucht, in einer schwer einzusehenden Kurve eine abgefallene Spoilerlippe des BMW-Fahrzeugs von Roland Hertner (Weinsberg) zu entfernen, konnte dem herannahenden Sportwagen jedoch nicht mehr ausweichen. Nach Angaben Vogels wurde am Fahrbahnrand keine gelbe Warnflagge geschwenkt.

Am Mittwoch vergangener Woche war der einstige Formel-1-Vizeweltmeister Michele Alboreto im Alter von 44 Jahren auf dem Lausitzring tödlich verunglückt. Der Audi-Sportwagen R8 des Italieners war bei Testfahrten wegen eines Reifendefektes mit weit über 300 Stundenkilometern auf einem geraden Streckenabschnitt ausgebrochen und hatte sich mehrfach überschlagen.

Der EuroSpeedway gilt als eine der sichersten Strecken

Der 310 Millionen Mark teure EuroSpeedway Lausitz, 130 Kilometer südöstlich von Berlin gelegen, war am 20. August 2000 eröffnet worden und gilt als eine der sichersten Rennstrecken der Welt.

Auf dem 570 Hektar großen Gelände, das früher zum Braunkohle-Tagebau Meuro gehörte, befinden sich gleich vier Pisten. Rund 120.000 Zuschauer, mehr als auf jeder vergleichbaren Strecke in Europa, können die Rennen verfolgen.

Zwei tote Streckenposten in der Formel 1

Auch in der Formel 1 waren in den vergangenen Monaten zwei Streckenposten ums Leben gekommen. Bei der Saisoneröffnung in Melbourne und dem Großen Preis von Italien 2000 in Monza war jeweils ein Helfer nach Unfällen von herumfliegenden Autoteilen tödlich verletzt worden.