Michael Schumacher Für immer Ferrari?
Neuss - "Ich werde alles dafür tun, dass nach Ablauf des Zweijahresvertrags die Zusammenarbeit in der freundschaftlichen Art und Weise weitergeführt wird", erklärte Montezemolo in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". Der Kontrakt des Kerpeners endet 2003.
Im Gegenzug setzt der Chef des italienischen Rennstalls seinen Spitzenfahrer allerdings auch gewaltig unter Druck. "In den nächsten zwei Jahren erwarte ich vom ihm, dass er Weltmeister auf einem Ferrari wird." In diesem Jahr holte Schumacher seinen dritten WM-Titel und beendete damit die 21-jährige Durststrecke von Ferrari. Montezemolo ist davon überzeugt, dass der "Titel mit Ferrari ihn definitiv populärer gemacht hat, als seine beiden Titel mit Benetton zusammengerechnet".
"Michael ist der beste Rennfahrer der Welt"
Schumacher sei extrem wichtig für Ferrari, die Rolle des 31 Jahre alten Deutschen für den Titelgewinn entscheidend gewesen, versichert Montezemolo. Doch der Italiener schränkt ein: "Ferrari ist auch extrem wichtig für Schumacher, damit er gewinnt. Michael ist der beste Rennfahrer der Welt und war in der Lage, mit einem sehr guten Auto und einem phantastischen Team den WM-Titel zu gewinnen."
Die Mehrheit der Formel-1-Fans würde Schumacher inzwischen auch lieben, weil er so viel für Ferrari erreicht habe. Doch Montezemolo weiß, dass es auch Kritik an seinem teuersten Angestellten gibt: "Überwiegend von Menschen, die ihn nicht als Fahrer, sondern auch als Persönlichkeit beurteilen, obwohl sie ihn nicht persönlich kennen."
Für den Ferrari-Präsidenten sei zunächst wichtig, dass sein Fahrer "korrekt ist, schnell fährt, dem Team nahe steht und gewinnt". Es sei ihm völlig egal, wie Schumacher auf andere wirkt, "ob arrogant oder nicht".