Michael Schumacher: Jungfernfahrt im F2002 - DER SPIEGEL
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Michael Schumacher Jungfernfahrt im F2002

Der amtierende Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat am Sonntag das erstmals den neuen Ferrari getestet. Die ersten Kilometer verliefen problemlos.
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Fiorano - Der 33 Jahre alte Kerpener drehte am Vormittag bei strahlendem Frühlingswetter auf der Ferrari-Hausstrecke Fiorano zum Auftakt zwei Installationsrunden. Es folgten mehrere kurze Turns, um den komplett überholten Rennwagen gründlich durchzuchecken. Am Montag werden Schumacher und sein Team die Arbeit fortsetzen.

Hunderte von Schaulustigen versammelten sich auf einer Brücke, um dem ersten Test beizuwohnen. Ferrari hatte keine Medienvertreter auf das Gelände gelassen, um in Ruhe arbeiten zu können. Und Ruhe scheint dieser Tage bitter nötig. Denn der italienische Rennstall will es von den Testergebnissen abhängig machen, ob der 53-malige Grand-Prix-Sieger Schumacher und sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello beim Saisonauftakt am 3. März in Melbourne mit dem F2002 oder dem Vorgängermodell fahren werden.

Griff nach der Fabelmarke

Schumacher bekräftigte unterdessen in einem Interview mit dem "kicker", dass der Titelgewinn 2002 und damit ein WM-Hattrick mit Ferrari das Ziel für 2002 sei. Allerdings, so der viermalige Weltmeister, denke er von Rennen zu Rennen und wolle so viele Wettbewerbe für sich entscheiden wie möglich. "Wenn das in der Endabrechnung den Titel ergibt, ist es umso schöner." Sollten seine Pläne aufgehen, würde Schumacher die Fabelmarke des Argentiniers Juan Manuel Fangio einstellen, der in den 50er Jahren fünfmal Champion wurde.

Als schärfste Rivalen für die neue Saison erwartet Schumacher die zwei Piloten von BMW-Williams. Er wisse aber nicht, ob sein Bruder Ralf oder der Kolumbianer Juan Pablo Montoya stärker sein werde. Aus familiären Gründen wäre ihm sein Bruder lieber. "Wenn ich mir das wünschen könnte, dann ja. Er ist mit Sicherheit stark genug und befindet sich in einer guten Position", sagte "Schumi I". Bei einem weiteren Konkurrenten, McLaren-Mercedes, müsse man abwarten, wie der Reifenwechsel des Teams zu Michelin verlaufe.

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