Motorsport: Schumacher weiht seine Kurve ein, Stuck im Krankenhaus - DER SPIEGEL
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Motorsport Schumacher weiht seine Kurve ein, Stuck im Krankenhaus

Premiere auf dem Nürburgring: Zum ersten Mal wird ein Streckenabschnitt nach einem Fahrer benannt. Der Namenspatron persönlich soll vor dem GP von Europa die erste Runde drehen und Zuschauer in die Eifel locken. Ein ehemaliger Formel-1-Pilot erlitt dort einen schweren Unfall.
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Hamburg - Nach der Streichung des Formel-1-GP auf dem Hockenheimring in diesem Jahr hoffen die Verantwortlichen des Nürburgrings wieder auf eine größere Zuschauerzahl - auch dank des Ehrengastes Michael Schumacher. Der siebenmalige Weltmeister wird unmittelbar vor dem Großen Preis von Europa am 22. Juli eine nach ihm benannte Kurve auf dem Nürburgring einweihen. Dies wurde heute bei einer Pressekonferenz an der Traditionsstrecke in der Eifel bestätigt.

Die Links-Rechts-Kombination zwischen der Dunlop-Kehre und der so genannten Kumho-Kurve wird dann offiziell "Michael-Schumacher-S" heißen. "Es ist zum ersten Mal in unserer Geschichte, dass wir eine Kurve nach einem Fahrer benennen", sagte der Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Walter Kafitz.

Unterdessen wird es dabei bleiben, dass das einzige Rennen in Deutschland in diesem Jahr nicht als Großer Preis von Deutschland, der bislang immer auf dem Hockenheimring ausgetragen wurde, sondern erneut als Großer Preis von Europa geführt wird. Grund dafür ist eine Vereinbarung zwischen den ausrichtenden Automobilclubs ADAC und AvD. Der AvD verfügt über das offizielle Prädikat "Großer Preis von Deutschland". "Wir haben einen Vertrag mit dem ADAC. Es hat in der Kürze der Zeit aber keine Einigung zwischen ADAC und AvD gegeben", sagte Kafitz. Erst 2008 wird das einzige Deutschland-Rennen, welches dann auf dem Hockenheimring stattfindet, auch wieder Großer Preis von Deutschland heißen. Im kommenden Jahr wird der Nürburgring pausieren.

Die beiden deutschen Formel-1-Rennstrecken wechseln sich seit dieser Saison aus finanziellen Gründen ab. Angst um die generelle Zukunft der Formel 1 in Deutschland hat Kafitz aber auch angesichts der Erschließung neuer Märkte wie Dubai oder möglicherweise Indien durch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nicht. "Ich sehe das relativ gelassen. Solange es finanziell möglich ist, wird es immer Formel 1 in Deutschland geben. Ich kann nur hoffen, dass aber nicht nur das Geld zählt, sondern auch die Geschichte, und Motorsport ist schon immer in Deutschland beheimatet", sagte er.

Stuck schwer verunglückt

Der frühere Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck ist heute beim 3. Lauf zur Langstrecken-Meisterschaft auf dem Nürburgring schwer verunglückt. Der 55-Jährige musste in einem Rettungshubschrauber ins Bundeswehr-Zentralkrankenhaus in Koblenz gebracht werden, nachdem er nach erster Diagnose von Streckenarzt Dr. Jörg Pieroth eine schwere Brustkorbprellung erlitten hatte. Lebensbedrohliche Verletzungen lägen laut Pieroth nicht vor.

In der dritten Runde war Stuck in seinem BMW Z4 M-Coupé beim Überrunden mit einem Konkurrenten kollidiert und danach frontal auf den wegen eines Defektes auf dem Grünstreifen stehenden Seat von Michael Marsani geprallt. Marsani erlitt lediglich Prellungen und wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Stuck hat auf der Nordschleife des Nürburgrings schon viele Erfolge gefeiert. Dreimal gewann er dort das 24-Stunden-Rennen

guv/sid/dpa

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