Nick Heidfeld: "Noch häufiger aufs Podium" - DER SPIEGEL
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Nick Heidfeld "Noch häufiger aufs Podium"

Nach dem bislang größten Erfolg seiner Formel-1-Karriere kann Nick Heidfeld sein Glück kaum fassen.
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Sao Paulo - "Ich habe meinen dritten Platz immer noch nicht richtig realisiert", erklärte der Sauber-Petronas-Pilot vor dem Rückflug in seine Wahlheimat Monaco und versprach dennoch: "Zuhause werden wir mächtig auf die Kacke hauen."

"Ich hoffe, dass dies keine Ausnahme war und dass ich noch häufiger aufs Podium fahre", meinte der 23-Jährige, der beim Großen Preis von Brasilien erstmals in seiner Formel-1-Laufbahn unter die ersten drei gefahren war. "Das ist mit Sicherheit der größte Erfolg meiner Karriere. Daran könnte ich mich wirklich gewöhnen."

Genugtuung für den Mönchengladbacher

Zugleich bedeutete die Podiums-Premiere in Sao Paulo hinter David Coulthard und Weltmeister Michael Schumacher eine Genugtuung für den Mönchengladbacher. Seine Debütsaison im vergangenen Jahr beim Prost-Team war eine einzige Enttäuschung gewesen. In 17 Rennen war der derzeitige Vierte der Fahrerwertung zwölfmal ausgefallen und hatte als bestes Resultat einen achten Platz vorweisen können.

"Das Ergebnis zeigt, dass ich doch nicht so langsam bin, wie manche im Vorjahr behaupteten", wischte "Quick Nick" mit dem Coup von Sao Pualo seinen vorschnellen Kritikern eins aus, "jetzt macht es natürlich mehr Spaß."

"Quick Nick" macht seinem Namen alle Ehre

Schon zum zweiten Mal seit seinem Wechsel zu den Schweizern zeigte Heidfeld ("Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, seitdem es mir das letzte Mal so gut ging"), dass er seinem Spitznamen auch in der Königsklasse gerecht werden kann - sofern ihm das richtige Material zur Verfügung steht. Schon beim Saisonauftakt in Australien hatte Heidfeld als Vierter seine ersten WM-Punkte geholt.

In zwei Wochen will der Jungfahrer beim Großen Preis von San Marino seine Erfolgsserie fortsetzen. "Wir sollten auch in Imola gut sein, der Kurs liegt uns sehr", kündigte er keck den nächsten Coup an. "Als Rennfahrer muss man immer an sich glauben."

"Ich wollte Nick schon ein Jahr früher"

Auch sein neuer Teamchef ist von Heidfeld überzeugt. "Ich wollte Nick schon ein Jahr früher. Er hat eine Bilderbuchkarriere hinter sich", verwies Peter Sauber auf Heidfelds überzeugende Leistungen in der Formel Ford, Formel 3 und Formel 3000, wo er jeweils Meister wurde. "Nick ist ein fehlerfreies Rennen gefahren und hat mit der Wahl von Intermediate-Reifen Mut und Können bewiesen", lobte Sauber.

Trotz seines Höhenflugs will Heidfeld auf dem Boden bleiben. "Ich werde meinen vierten Platz in der WM-Wertung auf Dauer nicht halten können. Andere sind noch stärker. Aber es wird eng hergehen", sagte die derzeitige Nummer 2 im deutschen Grand-Prix-Quartett voraus.

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