Notlandung Prodrive-Chef Richards entgeht Absturz
London - Richards war mit seiner Frau auf dem Rückweg vom Formel-1-Rennen in Spa nach England, als sein privater Helikopter gestern Abend beim Anflug auf den Flughafen Stansted bei London technische Probleme bekam. Der Brite schaffte es aber, die Maschine zu landen, bevor sie umkippte. Richards und seine Frau befreiten sich aus eigener Kraft aus dem Wrack, wie die Polizei mitteilte.
"Wegen des Unfalls von Colin wollten wir nicht in Spa bleiben, sondern früher nach Hause", sagte Richards, der bei Subaru Teamchef von McRae war. Der frühere Rallye-Weltmeister war am Samstag beim Absturz mit seinem privaten Hubschrauber ums Leben gekommen. Unter den insgesamt vier Toten war auch McRaes fünfjähriger Sohn Johnny.
"Irgendwas war mit der Kraftübertragung. Als ich auf Stansted zuflog, hörten wir ein Geräusch aus dem hinteren Bereich. Ich konnte dem Tower noch einen Notruf senden, so dass die Rettungskräfte innerhalb von Minuten vor Ort waren", sagte Richards. Er und seine Frau wurden ledliglich wegen eines Schocks behandelt, ansonsten blieben sie unverletzt.
Unter Richards Führung hatte McRae 1995 seinen WM-Titel gewonnen. Später war Richards auch Chef-Promoter der Rallye-WM. In der Formel 1 fungierte er schon als Teamchef bei Benetton und BAR. 2008 wird er mit seinem eigenen Prodrive-Team als zwölfter Rennstall in die Königsklasse einsteigen.
mt/sid