Notoperation Mutter Schumacher im Koma
Imola/Köln - Michael und Ralf Schumacher sind beim Großen Preis von San Marino in Gedanken ständig bei ihrer Mutter. Wie in Imola bekannt wurde, liegt Elisabeth Schumacher, 55, in der Kölner Uni-Klinik nach einer Notoperation in einem künstlichen Koma.
Die Mutter des erfolgreichsten Brüder-Paares der Formel-1-Geschichte war in der vorigen Woche zu Hause in Kerpen zusammengebrochen. "Ihr Zustand ist zwar etwas stabiler geworden. Aber noch müssen wir um sie bangen", sagte BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher der "Bild"-Zeitung. Weltmeister Michael Schumacher wollte beim Ferrari-Heimspiel in Imola nicht über seine Mutter sprechen.
Nach dem Zusammenbruch von Elisabeth Schumacher, die innere Blutungen hatte, beendete Ralf Schumacher am Donnerstag voriger Woche Testfahrten in Le Castellet/Frankreich vorzeitig. Bruder Michael kam einen Tag später nach Köln.
Ralf Schumacher hatte laut Bild sogar daran gedacht, auf den Start beim 4. von 16 WM-Läufen am Sonntag (14 Uhr) zu verzichten. "Natürlich überlegt man in so einer Situation, ob man fahren soll oder nicht. Aber nach dem ersten Schock wurde klar: Man kann nicht einfach alles stehen und liegen lassen. Das kann niemand. Wir können nur alles für unsere Mutter tun. Und hoffen", sagte Ralf: "Wir stehen in ständigem Kontakt zu den Ärzten. Ich versuche natürlich, mich jetzt irgendwie auf das Rennen zu konzentrieren."
Nach dem Qualifying in Imola flogen Michael und Ralf Schumacher gemeinsam nach Köln, um den Samstagabend am Krankenbett ihrer Mutter zu verbringen. Zum Rennen am Sonntag wollen beide Schumachers rechtzeitig wieder in Italien sein.