Paris - Dakar Kleinschmidt groß im Geschäft
El Ghallaouiya/Mauretanien - Die in Monaco lebende Deutsche Jutta Kleinschmidt und ihr Münchner Beifahrer Andreas Schulz erreichten am Dienstag in ihrem Mitsubishi Pajero ihren ersten Etappensieg bei der diesjährigen Rallye und verbesserten sich vom fünften auf den vierten Platz der Gesamtwertung.
Auf der 513 Kilometer langen Orientierungsprüfung rund um das Wüstenbiwak von El Ghallaouiya in Mauretanien verwies die Marathon-Vize-Weltmeisterin ihren einstigen Lebensgefährten und französischen Vorjahressieger Jean-Louis Schlesser (Spezial-Buggy) um 25 Sekunden auf den zweiten Platz in der Tageswertung.
"Heute hat wirklich alles gepasst"
"Heute hat wirklich alles gepasst. Andreas Schulz war ein Meister der Navigation und brachte all seine Dakar-Erfahrung ein. Er hat uns zum Tagessieg geführt", freute sich die 38-Jährige. Die Physikingenieurin ist damit auf dem besten Weg, ihr Vorjahresergebnis, als sie mit Rang drei das beste Dakar-Resultat einer Frau erzielte, zu wiederholen: "Auf unseren Mitsubishi Pajero konnte ich mich heute voll verlassen. Es gab keinerlei Probleme, ein rundum erfolgreicher Tag."
In Führung liegen weiterhin José María Servia/Jean-Marie Lurquin (Spanien/Frankreich), die mit ihrem Spezial-Buggy 9:54 Minuten vor den zweitplatzierten Mitsubishi-Piloten Hiroshi Masuoka/Pascal Maimon (Japan/Frankreich) rangierten. Um einen Rang auf Platz drei zurück fielen die Franzosen Jean-Pierre Fontenay und Gilles Picard (Mitsubishi Pajero), deren Fahrzeug nach der Hälfte der Etappendistanz kurz auf die Seite gekippt war.
Bei den Motorrädern bleibt Vorjahresgewinner Richard Sainct vorn
In der Motorrad-Wertung verteidigte der französische Vorjahresgewinner Richard Sainct (KTM) seine Spitzenposition. Sein Vorsprung zu seinem neuen Verfolger, dem italienischen Markenkollegen Fabrizio Meoni, schmolz von 5:11 auf nunmehr 4:53 Minuten. KTM konnte wiederum den Angriff des im vergangenen Jahr siegreichen BMW-Teams parieren. Bester BMW-Pilot ist weiter der Spanier Nani Roma, der mit einem Rückstand von 5:14 Minuten von Rang zwei auf Platz drei zurückfiel.
Der am Vortag bei einer Minenexplosion schwer verletzte Portugiese Jose Eduardo Ribeiro wurde nach einer Fußamputation von Las Palmas ins Krankenhaus nach Lissabon geflogen. Die zehnte Etappe führt am Mittwoch über 440 Kilometer weiter durch Mauretanien von El Ghallaouiya nach Atar, wo am Donnerstag ein Ruhetag ansteht.