Pressestimmen zur Formel 1 - DER SPIEGEL
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Pressestimmen zur Formel 1 "Das Wunderkind imitiert Schumacher"

Sebastian Vettel ist nach dem spektakulären Großen Preis von Brasilien zum dritten Mal in Folge Formel-1-Weltmeister. Die internationalen Medien feiern seine Nervenstärke, doch es gibt auch kritische Stimmen.
Red-Bull-Pilot Vettel: Dritter WM-Titel in Folge
Red-Bull-Pilot Vettel: Dritter WM-Titel in Folge

Red-Bull-Pilot Vettel: Dritter WM-Titel in Folge

Foto: Jens Büttner/ dpa
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Internationale Pressestimmen zum Formel-1-Finale in Brasilien:

ITALIEN

La Gazzetta dello Sport: "Super-Alonso heldenhaft, Vettel weltmeisterlich. Seb holt nach dem Crash mit Senna im Regen auf. Was für eine Reaktion! Ehre dem Weltmeister. Er hat den Titel verdient.

La Repubblica: "Super-Alonso reicht nicht. Vettel ist zum dritten Mal Weltmeister. Das Wunderkind imitiert Schumacher und Fangio. Er hat den Titel einer großartigen WM verdient. Michael Schumacher bleibt eine Legende."

Corriere della Sera: "Regen, Unfälle und Pannen - aber Vettel hält stand. Der Golden Boy der Formel 1 holt seinen dritten Titel."

SPANIEN

El País: "Den wirklichen Wert eines Champions kann man nicht an den Titeln messen, die er errungen hat, sondern auch an den Rivalen, die er bezwingen musste. Sebastian Vettel erfüllt mit seinem Lorbeerkranz, den er in Interlagos gewann, das eine wie das andere Kriterium."

La Vanguardia: "Das Wunder währte nur vier Runden. Alonso stand in einem verrückten Rennen kurz vor dem Titelgewinnen, aber Vettel holte in großem Stil auf und verteidigte seine Krone."

Marca: "Vettel ist der jüngste Dreifachweltmeister in der Formel-1-Geschichte. Alonso war im dramatischsten und mitreißendsten Rennen der jüngsten Zeit vier Runden lang Weltmeister. Am Ende fehlten ihm nur drei Punkte zu einer echten Heldentat."

As: "Wir Spanier können auf Fernando Alonso stolz sein. Wir hatten auf ein Wunder gehofft. Dazu brauchte es ein Chaos im letzten Rennen. Das Chaos kam, aber es reichte nicht ganz aus. Glückwunsch an Sebastian Vettel! Der Deutsche ist ein hervorragender Rennfahrer und hat den Titel verdient."

Sport: "Alonso bewahrte sich den Traum vom Titelgewinn bis in die letzte Runde. In einem Herzinfarkt-Finale sicherte Vettel sich den Titel einer der spannendsten Weltmeisterschaften aller Zeiten."

FRANKREICH

Le Parisien: "Vettel geht in die Geschichte ein. Wenn der Deutsche in diesem Rhythmus weiter macht, hat er mit 30 Jahren Schumacher und dessen sieben Titel überholt."

L'Equipe: "Vettel schließt zu den Giganten auf. Die Karriere des 25-Jährigen gleicht einem Aufstieg mit Überschallgeschwindigkeit."

SCHWEIZ

Blick: "Vettel-Wahnsinn! Er geht durch die Regen-Hölle und kommt heil ins Ziel. Sebastian Vettel braucht 101 Rennen für drei Titel - und das Glück der großen Champions. Mehr Action bietet fast kein Kino-Thriller aus Hollywood."

Neue Zürcher Zeitung: "Es gehört zu den größten Stärken Sebastian Vettels, sich blitzschnell auf neue Situationen einstellen zu können. Das muss er nun auch abseits der Rennstrecke schaffen: Der in São Paulo perfekt gemachte Titel-Hattrick katapultiert ihn schon nach 101 Formel-1-Rennen in die Liga der Champions."

Basler Zeitung: "Dass Vettel im chaotischen letzten Rennen der bisher längsten Saison der Formel-1-Geschichte die Nerven behielt, war ein Meisterstück."

NIEDERLANDE

De Volkskrant: "Unter Tränen zum neuen Meilenstein."

De Telegraaf: "Wie so viele Sportler, die jahrelang ihre Disziplin dominieren, ist Vettel im letzten Jahr beim breiten Publikum nicht populärer geworden. Unter anderem ärgern sich immer mehr Menschen über seinen arroganten Finger, den er auch gestern wiederholt in die Luft streckte."

Algemeen Dagblad: "In einem Spektakel greift Vettel sich den Weltmeistertitel. Erneut hat Vettel große Nervenstärke bewiesen, indem er sehr rasch einen Fehler gutmachte und nach vorn schoss."

BELGIEN

De Standaard: "Der letzte Grand Prix der Formel-1-Saison wurde zu einem spektakulären und chaotischen Finale."

De Morgen: "Große Emotionen bei Red Bull. Sowohl Christian Horner als auch Sebastian Vettel konnten die Tränen nicht zurückhalten. Ein spannenderes Finale dieser schönen Saison wäre kaum denkbar gewesen."

Zusammengestellt von dpa