Qualifying in Hockenheim: Schumacher Herr des Ringes - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Qualifying in Hockenheim Schumacher Herr des Ringes

Auch im offiziellen Training zum Großen Preis von Deutschland war Michael Schumacher der schnellste Fahrer. Der Rekordweltmeister sicherte sich die 61. Pole-Position seiner Karriere. Als Zweiter beim Rennen am Sonntag auf dem Hockenheimring startet BMW-Williams-Pilot Juan Pablo Montoya.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hockenheim - Schumacher benötigte heute auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs 1:13,306 Minuten für seine Runde und war damit gut drei Zehntelsekunden schneller als Montoya (1:13,667). Der Engländer Jenson Button im BAR-Honda schaffte mit 1:13,673 Minuten zwar die drittschnellste Zeit, wurde aber wegen eines Motorschadens im freien Training am Freitag um zehn Plätze zurückgestuft.

Der Große Preis von Deutschland beginnt morgen um 14 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf dem Hockenheimring. Aus der zweiten Startreihe ins Rennen gehen die beiden McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen (1:13,690 Minuten) und David Coulthard (1:13,821). "Ein gutes Ergebnis", freute sich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, "die Zeiten zeigen, dass es unter den ersten fünf sehr eng zugeht." Der deutsche Jordan-Fahrer Nick Heidfeld, der 1:16,310 Minuten benötigte, startet von Rang 18.

"Wir haben das Optimale erreicht", freute sich Michael Schumacher, der zum 100. Mal aus der ersten Reihe starten wird. Für ihn war es die sechste Pole-Position in diesem Jahr und die 61. seiner Karriere. Der Deutsche hatte bereits das freie Training am Freitag dominiert. Von den bislang elf WM-Läufen dieser Saison konnte Schumacher zehn gewinnen. Mit einem weiteren Erfolg würde er seinen eigenen Weltrekord aus dem Jahre 2002 übertreffen. Derzeit führt Schumacher (100 Punkte) in der Fahrerwertung mit 26 Zählern Vorsprung vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello (74). Button (53) ist abgeschlagen Gesamtdritter.

Ferrari kann in Hockenheim Marken-WM holen

Auch für Ferrari wäre der dritte Schumacher-Sieg in Hockenheim nach 1995 und 2002 ein weiterer Schritt zu einer neuen Betsleistung. Sollte Ferrari morgen 13 Punkte mehr holen als Verfolger Renault, wäre dem italienischen Rennstall der Konstrukteurstitel sicher - nach 12 von 18 Rennen. So gut war noch kein Team in der Geschichte der Formel 1. Dagegen spricht, dass Barrichello (1:14,278 Minuten) nur einen enttäuschenden achten Platz in der Qualifikation erreichte.

Der noch immer nicht wiedergenesene BMW-Williams-Fahrer Ralf Schumacher wird beim Rennen vom Brasilianer Antonio Pizzonia ersetzt, der mit 1:14,556 Minuten Platz zehn erreichte. Wann Schumacher, der kommende Saison für Toyota fährt, wieder in den F1-Zirkus einsteigt, ist noch offen. "Mein persönlicher Wunsch ist es, in Ungarn wieder dabei zu sein", sagte der 29-Jährige heute in Hockenheim. Das Rennen auf dem Hungaroring ist am 15. August, Schumacher war am 20. Juni in Indianapolis verunglückt.

Mehr lesen über