Qualifying: Schumacher holt sich die Pole - DER SPIEGEL
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Qualifying Schumacher holt sich die Pole

Für den Großen Preis von Spanien hat sich Michael Schumacher im Ferrari die optimale Ausgangsposition geschaffen. In Barcelona startet er vor seinem ärgsten Rivalen Mika Häkkinen und Teamkollege Rubens Barrichello.
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Barcelona - Im fünften Anlauf hat es Michael Schumacher um einen "Wimpernschlag" geschafft: Der Ferrari-Star aus Kerpen holte ausgerechnet auf der Lieblingsstrecke der Mercedes-Silberpfeile in Barcelona seine erste Pole Position in dieser Formel-1-Saison.

Schumacher benötigte am Samstag im spannenden Zeittraining zum Großen Preis von Spanien (Sonntag 14.00 Uhr/live in Premiere World und RTL) 1:20,974 Minuten für seine schnellste Runde. Damit verwies der WM-Spitzenreiter seinen Erzrivalen Mika Häkkinen (Finnland) um nur 78 Tausendstelsekunden auf den zweiten Rang. Der Weltmeister, dessen Angriff in letzter Sekunde knapp scheiterte, wurde im McLaren-Mercedes in 1:21,052 gestoppt.

"Es ist schön, mal wieder auf der Pole Position zu stehen - und das auf einer Strecke, die unserem Gegner besser liegt. Das war aber verdammt knapp. Nur ein kleiner Fehler, dann hätte es sicher nicht gereicht", sagte Schumacher: "Man muss schon eine nahezu perfekte Runde fahren, wenn man ganz vorn stehen will." Für den zweimaligen Weltmeister war es bereits die 24. Bestzeit seiner Karriere. Auch für das Rennen ist Schumi optimistisch: "Wir haben ein gutes Auto und durchaus eine realistische Siegchance."

In der WM-Gesamtwertung führt Schumacher, der die ersten drei Rennen der Saison gewann, vor dem fünften WM-Lauf überlegen mit 34 Punkten vor Silverstone-Sieger David Coulthard (Schottland/14) und dessen Teamkollegen Häkkinen (12). Coulthard, der am Dienstag einen Flugzeugabsturz wie durch ein Wunder unverletzt überstanden hatte, landete in 1:21,422 hinter Ferrari-Pilot Rubens Barrichello aus Brasilien (1:21,416) auf Platz vier.

"Schade, fast hätte es noch geklappt. Die Basis für einen Sieg ist trotzdem gut", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. In den vergangenen beiden Jahren waren die Silberpfeile in Barcelona das Maß der Dinge: 1998 und 1999 gewann Häkkinen jeweils vor Coulthard und Schumacher. Häkkinen hatte in den ersten drei Saisonrennen auf der Pole Position gestanden, zuletzt in Silverstone sicherte sich Barrichello die Bestzeit.

Eine starke Vorstellung bot BMW-Williams. Ralf Schumacher fuhr hinter den beiden Top-Teams auf den fünften Rang (1:21,605). "Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass ich hier im Training Fünfter bin, dann hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt", sagte "Little Schu". BMW-Motorsport-Direktor Gerhard Berger verteilte ebenso lobenden Worte: "Das war eine ganz tolle Leistung von Ralf. Wir waren noch nie so dicht an der Spitze dran." Der Engländer Jenson Button (20) kam im zweiten Williams-BMW auf Platz elf (1:22,385).

Enttäuschend verlief das Training für die Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld: Jordan-Pilot Frentzen kam nicht über Position acht hinaus (1:22,135) und verlor dabei sogar das teaminterne Duell gegen den Italiener Jarno Trulli (7. Platz), Neuling Heidfeld landete nach einem Motorschaden seines Prost auf Rang 20. "Ich kann nur noch auf die Ausfälle von anderen Fahrern hoffen, unsere Situation ist frustrierend", klagte `Quick Nick."

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