Qualifying: Schumacher holt sich die Pole - DER SPIEGEL
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Qualifying Schumacher holt sich die Pole

Beim Rennen um die besten Startplätze für den Großen Preis von Monaco hatte Michael Schumacher das Glück des Tüchtigen.
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Monte Carlo - WM-Spitzenreiter Michael Schumacher hat den Grundstein zum fünften Sieg in Monte Carlo und für eine mögliche Vorentscheidung im Titelrennen der Formel-1-WM 2000 gelegt. Der Ferrari-Star fuhr im Zeittraining zum Großen Preis von Monaco am Sonntag (14.00 Uhr/live in Premiere World und RTL) Bestzeit und verschaffte sich eine optimale Ausgangsposition für den Tanz zwischen den Leitplanken auf dem engen Stadtkurs.

"Ein Platz in der ersten Reihe ist hier die halbe Miete, denn Überholen ist fast unmöglich", sagte Schumacher, der auf der 3,367 Kilometer langen Rennstrecke im Fürstentum schon viermal gewann (1994, 1995, 1997, 1999). Sollte der Kerpener am Sonntag seinen fünften Saisonsieg feiern, würde er in Monaco mit dem Engländer Graham Hill gleichziehen. Erfolgreicher war in Monte Carlo nur der legendäre Brasilianer Ayrton Senna mit insgesamt sechs Triumphen.

Allerdings hat seit Ungarn am 15. August 1999 (Mika Häkkinen) in der Formel 1 kein Fahrer mehr einen Grand Prix von der Pole Position aus gewonnen. "Es ist jetzt an der Zeit, diesen Fluch endlich mal zu brechen. Das Auto ist sehr gut, wir sind bestens vorbereitet, ich bin daher optimistisch für das Rennen", meinte Schumacher, der sich in 1:19,475 Minuten die dritte Pole Position in Monaco nach 1994 und 1996 sicherte, gleichzeitig die insgesamt 25. seiner Karriere.

Schumacher profitierte aber auch vom Pech seines Rivalen Mika Häkkinen. Der Weltmeister, der in der Gesamtwertung vor dem siebten Saisonrennen bereits 18 Punkte hinter Schumi (46) liegt, schaffte nur eine richtig schnelle Runde. Immer wieder musste der Finne nach einer Bestzeit im ersten Streckenabschnitt seinen McLaren-Mercedes abbremsen, weil sich Fahrerkollegen vor ihm gedreht hatten und im Weg standen. Häkkinen, der bis vier Minuten vor Trainingsende nur Rang 17 belegte, verbesserte sich mit seinem letzten Versuch wenigstens noch auf Platz fünf (1:20,241).

"Wir haben das Pech im Training gepachtet, dafür haben wir nun im Rennen hoffentlich mehr Glück", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug und schüttelte immer wieder fassungslos den Kopf: "Mika musste drei von fünf Versuchen abbrechen, irgendwas schien sich gegen ihn verschworen zu haben. Mit Platz fünf sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen." Für den dreimaligen Weltmeister Niki Lauda ist das Rennen bereits entschieden: "Von Platz fünf aus kann man hier nicht gewinnen, Mika Häkkinen hat nur bei einer Ausfallorgie eine Chance."

Zweitschnellster war überraschend der Italiener Jarno Trulli im Jordan-Mugen-Honda (1:19,746) vor David Coulthard (Schottland) im zweiten Mercedes-Silberpfeil in 1:19,888 Minuten und dem Mönchengladbacher Jordan-Piloten Heinz-Harald Frentzen (1:19,961). Ralf Schumacher landete im Williams-BMW auf Rang neun (1:20,742), Neuling Nick Heidfeld (Mönchengladbach) wurde im Prost 18. (1:22,017).

"Ich hatte mit dem sechsten Startplatz spekuliert", meinte Ralf Schumacher: "Leider hat mich Eddie Irvine in meinem letzten Versuch aufgehalten." BMW-Motorsport-Direktor Gerhard Berger gab ebenfalls zu, dass man sich mehr erhofft hatte: "Jetzt müssen wir im Rennen Geduld haben und auf Ankommen fahren, dann könnte es vielleicht zu einem Punkt reichen."

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