Qualifying Schumacher startet weit hinter Alonso
Schanghai - Schumacher muss somit seine Aufholjagd auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso morgen (8 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) vom sechsten Startplatz fortsetzen. Der Renault-Pilot aus Spanien dagegen startet von der Pole Position in den 16. von 18 WM-Läufen. Alonso führt die WM-Wertung nur noch mit zwei Punkten Vorsprung auf Schumacher an.
Schumacher hatte mit seinen Bridgestone-Reifen auf nasser Strecke einen Nachteil gegenüber der Michelin-bereiften Konkurrenz. Nachdem er sich erst in letzter Sekunde überhaupt in die letzte Qualifikationsrunde gerettet hatte, fuhr er ganz am Ende zumindest noch auf Rang sechs, allerdings mit 1,4 Sekunden Rückstand auf Alonso, der in 1:44,360 seine sechste Pole in diesem Jahr und die 15. seiner Karriere holte. Ebenfalls aus der ersten Reihe startet Alonsos Teamkollege Giancarlo Fisichella aus Italien (1:44,992).
"Wir sind definitiv zu langsam. Den Schaden haben wir in Grenzen gehalten. Mit Platz sechs sind wir aber eigentlich aussichtslos. Wir sind im Regen einfach nicht konkurrenzfähig", sagte Schumacher. Alonso schwärmte dagegen von seinem Michelin-Profil: "Sie haben uns einen Reifen gegeben, der uns im Regen unschlagbar macht. Wir sind in einer starken Position und darüber sehr glücklich", sagte Alonso.
Neben den beiden Honda-Piloten Rubens Barrichello (Brasilien) und Jenson Button (Großbritannien), die exakt die gleiche Zeit fuhren (1:45,903), landete auch noch der Finne Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes vor Schumacher (1:45,754). BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld fuhr auf Platz acht (1:46,053). Nico Rosberg erreichte im Williams Startplatz 15, einen Rang dahinter steht Ralf Schumacher im Toyota, der schon in der ersten Qualifikationsrunde ausgeschieden war.
Von ganz hinten geht der Brasilianer Felipe Massa im zweiten Ferrari ins Rennen, der nach einem Motorwechsel von seinem ursprünglichen 13. Platz um zehn Positionen nach hinten strafversetzt wurde. Auch die Wetterprognosen meinen es nicht gut mit Ferrari: Die Niederschlagswahrscheinlichkeit soll für den drittletzten Grand Prix der Saison und seiner Karriere zwischen 40 und 70 Prozent liegen. "Sollten sich die Bedingungen nicht ändern, geht es eher rückwärts", sagte Schumacher. "Sollten wir hier nicht gewinnen, haben wir noch zwei Rennen."
mig/sid/dpa