Rallye Paris - Dakar: Grausamer Unfall - DER SPIEGEL
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Rallye Paris - Dakar Grausamer Unfall

Eine explodierende Mine hat auf der achten Etappe der Rallye Paris-Dakar zwischen Marokko und Mauretanien einen schweren Unfall verursacht. Dem Portugiesen Jose Eduardo Ribeiro wurde der linke Fuß abgerissen.
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El Ghallaouiya/Mauretanien - Ein zweiter Insasse wurde nach spanischen Rundfunkberichten ebenfalls schwer, ein dritter leicht verletzt. Das Trio wurde mit einem Hubschrauber in das Krankenhaus von Las Palmas geflogen.


Unfall an der "Mauer"


Der Unfall ereignete sich an der so genannten "Mauer", einer verminten Passage im Grenzgebiet zwischen Marokko und Mauretanien, das von beiden Staaten beansprucht wird.

Rennorganisator Hubert Auriol sagte. "Wir sind sehr betrübt über diese Geschichte, weil wir ein Maximum an Vorsichtsmaßnahmen getroffen und am Morgen die Fahrer noch einmal darauf hingewiesen hatten, die Piste nicht zu verlassen", meinte Auriol weiter. Die "Mauer" wurde in den achtziger Jahren von einer Mission der Vereinten Nationen errichtet, um gegenseitige Übergriffe im umstrittenen Grenzgebiet zu verhindern. Für den Rallye-Tross war extra eine schmale Passage durch diese militarisierte Zone geräumt worden.

In dem fraglichen Grenzgebiet ist auch die um Autonomie von Marokko bemühten Polisario-Befreiungsfront aktiv, die noch am Montagmorgen die Wiederaufnahme des Krieges gegen Marokko als Vergeltung für die Durchfahrt des Rallye-Trosses angedroht hatte.


Kleinschmidt auf Platz fünf


Das deutsche Mitsubishi-Team Jutta Kleinschmidt/Andreas Schulz (Monaco/München) festigte seinen fünften Platz. An der Spitze bauten José Maria Servia/Jean-Marie Lurquin (Spanien/Frankreich) mit ihrem Spezial-Buggy ihre Führung auf einen Vorsprung von 11:30 Minuten zu den Franzosen Jean-Pierre Fontenay/Gilles Picard (Mitsubishi Pajero) aus.

In der Motorrad-Wertung verbesserte sich der spanische BMW-Fahrer Nani Roma auf den zweiten Platz und lag am Ende des achten Dakar-Tages 5:11 Minuten hinter dem weiterhin führenden Vorjahressieger Richard Sainct (Frankreich) auf KTM.