Renault: Das Ziel ist Platz vier - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Renault Das Ziel ist Platz vier

Nach 17 Jahren kehrt der Automobilkonzern Renault als Team-Eigner in die Formel 1 zurück. Bei der Präsentation ihres neuen Wagens äußerten die Franzosen gleich große Ambitionen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Paris - "Ich wäre enttäuscht, wenn wir in diesem Jahr nicht unter die ersten Vier bei den Konstrukteuren kämen", sagte Patrick Faure am Sonntag am Firmensitz in Guyancourt. 2004 wollen wir dann um den Titel kämpfen." Die Aussage von Renaults Sportpräsident überraschte zahlreiche der 1000 geladenen Medienvertreter und Gäste insofern, als aus Firmenkreisen zuletzt vor allem die Standfestigkeit des Motors im neuen gelb-blauen R202 angezweifelt worden war.

Wie Weltmeister Ferrari und Neueinsteiger Toyota fertigt Renault Motor und Chassis in Eigenregie. Zwischen 1977 und 1985 hatte Renault den Turbo-Motor in der Formel 1 hoffähig gemacht. 1989 kehrten der "Créateur d'Automobiles" als Motorhersteller in die Königsklasse zurück und gewann von 1992 und 1997 mit den Partnern Williams und Benetton (1995 mit Michael Schumacher) sechsmal in Folge die Konstrukteurs-WM, dann erfolgte der zweite Rückzug. 2000 stieg man bei Benetton ein und übernahm das Team nach Abschluss der vergangenen Saison. In ihrer Formel-1-Geschichte konnten die Franzosen 95 Grand Prix gewinnen, 135 Mal gingen sie von der Pole Position ins Rennen.

In der am 3.März beginnenden Saison wird der ehemalige Jordan-Pilot Jarno Trulli (Italien) seinen Landsmann Giancarlo Fisichella ersetzen. Den zweiten R202 steuert der im zweiten Jahr von BMW-Williams ausgeliehene Engländer Jenson Button. Geblieben ist ebenfalls Teamchef Flavio Briatore, der das letzte Jahr und einen enttäuschenden siebten Platz in der Konstrukteurs-WM vergessen machen will: "Schwierige Phasen machen ein Team stärker. Wir werden alles dafür tun, um wettbewerbsfähig zu sein."