Schumacher "Ich liebe diese Rennstrecke"
Vierter Saisonsieg und der fünfte in Monaco. War das Rennen für Sie so einfach wie es aussah?
Michael Schumacher:
Nein, denn in Monte Carlo kann man erst sicher sein, wenn man im Ziel ist.
Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis in diesem Kurvenlabyrinth?
Schumacher: Es ist wichtig, immer konzentriert zu sein, auch wenn man einen vermeintlich großen Vorsprung hat. Hier wird schon der kleinste Fehler sofort bestraft. Heute aber hat alles perfekt funktioniert, das Auto war bestens abgestimmt, das Team hat gut gearbeitet.
Bedeutet Ihnen dieser Sieg, es war der insgesamt 48. Ihrer Karriere, mehr als die anderen?
Schumacher: In Monte Carlo zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes. Ich liebe diese Rennstrecke.
Hatten Sie in den letzten Runden daran gedacht, dass noch irgendwas schiefgehen könnte?
Schumacher: Natürlich ging mir da einiges durch den Kopf. Ich dachte an das vergangene Jahr, da waren wir so dicht dran und sind dann durch einen technischen Defekt gestoppt worden. Auch da hatte ich einen scheinbar konfortablen Vorsprung. Das hatte ich natürlich im Hinterkopf. Doch diesmal ging alles gut, ich freue mich für mein Team, das so hart für diesen Erfolg gearbeitet hat.
Gibt es jetzt einen Alleingang von Ihnen im Kampf um den WM-Titel?
Schumacher: An den WM-Titel denke ich noch gar nicht. Es sind noch zehn Rennen zu fahren, da ist alles offen. Ich habe nur zwölf Punkte Vorsprung auf David Coulthard, das ist kein Polster, bei dem man sich zurücklehnen und ausruhen kann.
Wie geht es jetzt weiter?
Schumacher: Jetzt werden wir diesen Erfolg erstmal feiern. Danach werden wir uns dann auf das nächste Rennen in 14 Tagen in Kanada vorbereiten. In der nächsten Woche werden wir für drei Tage in Magny-Cours testen.
Aufgezeichnet von Ralf Loweg, sid