Schumachers Comeback: Altmeister ohne Rhythmus - DER SPIEGEL
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Schumachers Comeback Altmeister ohne Rhythmus

Die Sensation blieb aus: Bei seinem Comeback fuhr Michael Schumacher in Bahrain auf Platz sechs. Er müsse den Fahrstil mit seinem Mercedes offenbar komplett umstellen, bilanzierte der Altmeister nüchtern. Zufriedenheit dagegen bei seinem früheren Rennstall - ein Defekt bei Red Bull machte den Weg frei für Ferraris Doppelsieg.
Von Hartmut Lehbrink
Rückkehrer Schumacher: Platz sechs beim Grand-Prix-Comeback
Rückkehrer Schumacher: Platz sechs beim Grand-Prix-Comeback

Rückkehrer Schumacher: Platz sechs beim Grand-Prix-Comeback

Foto: Mark Thompson/ Getty Images
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Das von den Fans ersehnte Wunder hat nicht stattgefunden - vielleicht noch nicht. "Die Erwartungen sind viel zu hoch gewesen", wiegelte Michael Schumachers Managerin und Sprecherin Sabine Kehm ab. Nur Rang sechs beim Grand-Prix-Auftakt in Bahrain für den Altmeister nach einem eher unauffälligen Rennverlauf. Am Ende wurde er in seinem Mercedes sogar noch bedroht von dem rasch aufkommenden Tandem Jenson Button (Mercedes) und Mark Webber (Red Bull). "Damit lagen wir exakt im Plan", sagte Schumacher.

Überaus gewöhnungsbedürftig für ihn seien die kleinen Vorderräder der aktuellen Rennwagen-Generation: "Die führen dazu, dass ich meinen von früher gewohnten Fahrstil komplett umstellen muss." Gegen Ende des Rennens griff Schumacher immer öfter zum Kopf - sein Sturzhelm habe nicht richtig gepasst, und er habe ihn immer wieder zurechtrücken müssen, berichtete der Rekordweltmeister.

Schumacher war schon am Samstag nach seinem enttäuschenden siebten Platz bei der Qualifikation anderthalb Sekunden hinter Pole-Mann Vettel entwaffnend offen mit dem Ergebnis umgegangen: Er müsse sich erst wieder in die Lage versetzen, auf einer schnellen Runde, in der es wirklich um die Wurst gehe, aus sich selbst und aus dem Auto das letzten Tausendstel herauszuschinden: "Da fehlt mir noch der ultimative Rhythmus, die Fähigkeit zum hundertprozentigen Fein-Tuning." Ein Hauch von Enttäuschung klang da schon durch.

Ansonsten wurden die Hochrechnungen der Branchenkenner nach den letzten Tests in Barcelona bestätigt: Zu einem Start-Ziel-Sieg vom Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel kam es wegen einer defekten Zündkerze nicht.

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Formel-1-Auftakt: Fernando Alonso siegt in Bahrain

Foto: FRED DUFOUR/ AFP

Ein hohes Maß an Zufriedenheit im Ferrari-Camp: Ein Sieg zum Einstand für Fernando Alonso, ein Auto, das über die kurze Strecke bei der Qualifikation und über die lange Strecke beim Rennen gut ist zu seinen Reifen und sich durch mäßiges Spritverbrauch auszeichnet. Er hätte schneller fahren und vielleicht den führenden Alonso noch gefährden können, sagte der Zweitplatzierte Felipe Massa. Aber sein Renningenieur Rob Smedley habe ihn pausenlos über Funk zu Mäßigung aufgefordert. Am Ende habe er deshalb noch eine stattliche Restmenge an Treibstoff im Tank gehabt.

Auch Alonso gab an, sich aus den gleichen Gründen die Schlussattacke auf Vettel für die letzten zwölf Runden aufgehoben zu haben. Harmonisch ging es zwischen den beiden trotz des Doppelsiegs nicht zu. Kurz nach dem Start, nachdem das Feld mit einem Gesamtvolumen von 5000 Litern Sprit auf die erste Kurve zugerast war, hatte er Alonso den Vortritt lassen müssen. Und dies lief nicht ohne Drängeln ab.

McLaren-Star Lewis Hamilton auf Rang drei bedauerte, fast die ganze erste Hälfte des Rennens von Mercedes-Pilot Nico Rosberg aufgehalten worden zu seien, bis er ihn schließlich beim Boxenstopp habe überholen können. Er zeigte sich zufrieden mit den guten Anlagen seines Silberpfeils, allerdings lasse der in punkto Abtrieb noch zu wünschen übrig.