Silberpfeile: "Imola war die Wende" - DER SPIEGEL
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Silberpfeile "Imola war die Wende"

Vor dem GP von Großbritannien breitet sich Optimismus im Lager von McLaren-Mercedes aus. Schließlich ist Silverstone das Heimspiel der englischen Konstrukteure und beim letzten Rennen durfte man sich als "fast" gleichwertig mit der Scuderia bezeichnen.
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Silberpfeile - Die Mercedes-Silberpfeile wollen endlich die Siegesserie von Michael Schumacher brechen und in Silverstone als Erste die Zielflagge sehen. "Jeder hat bemerken können, dass wir Ferrari ebenbürtig sind und um den Sieg fahren können. Man kann sagen, dass Imola so etwas wie die Wende war. Diesen Aufwärtstrend wollen wir natürlich fortsetzen", gibt sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug vor dem Großen Preis von England (Sonntag 14.00 Uhr MESZ/live in Premiere World und RTL) optimistisch.

Für McLaren-Mercedes ist Silverstone praktisch ein Heimspiel, auf der Rennstrecke 120 Kilometer nordwestlich von London hat das Team bereits endlose Testkilometer abgespult. Dort soll der erste Erfolg in dieser Saison eingefahren werden, auch wenn Haug keine Prognose wagt: "Silber in Silverstone - das wäre schön. Wir sind jedoch nicht so vermessen, einen Doppelsieg zu versprechen."

Nach der Kritik an der doppelten Nullnummer zum Saisonstart war der doppelte Sprung aufs Treppchen im Ferrari-Land Balsam auf die Wunden. "Wir kommen unserem Ziel Schritt für Schritt näher", so Haug, der die Plätze zwei und drei von Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland) und David Coulthard (Schottland) zuletzt in Imola als "gute Ausgangsbasis" sieht: "Die Stimmung ist sehr gut, die Moral im Team ist intakt und wir haben auch den nötigen Kampfgeist."

Häkkinen steht jedoch mächtig unter Druck, wenn er auf dem Weg zum erhofften Titel-Hattrick nicht schon frühzeitig den Anschluss verlieren will. Sechs Punkte hat der Weltmeister auf dem Konto, 24 weniger als WM-Spitzenreiter Schumacher. Da muss auch Haug neidlos zugeben: "Ein dickeres Polster kann man sich nach drei Rennen kaum wünschen."

Silverstone war für Häkkinen bislang aber kein gutes Pflaster. Achtmal fuhr er dort vergeblich dem Sieg hinterher, im vergangenen Jahr wurde er von seinem Team aus Sicherheitsgründen sogar aus dem Rennen genommen, nachdem sich an dem McLaren ein Hinterrad gelöst hatte. Doch der zweite Platz in Imola hat dem Finnen Mut gemacht: "Das ganze Team ist motiviert, wir sind bestens vorbereitet. In Silverstone greifen wir an." Für Mercedes-Vorstand Jürgen Hubbert "fängt die WM jetzt erst richtig an. Wir sind wieder im Geschäft."

Dass die Mercedes-Silberpfeile in England zum ersten Mal eine Geheimwaffe, ein so genanntes "Wunder-Getriebe", einsetzen wollen, verweist Haug ins Reich der Fabel: "Davon weiß ich nichts. Es wird immer viel spekuliert, aber von unserer Seite aus gibt es dazu nichts zu sagen."

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