Strafversetzung: Button muss WM-Party wohl verschieben - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Strafversetzung Button muss WM-Party wohl verschieben

Die Chancen Jenson Buttons, bereits am Sonntag Weltmeister zu werden, sind stark gesunken. Der WM-Spitzenreiter fuhr beim Training in Japan nur hinterher und wurde wegen eines Regelverstoßes auch noch strafversetzt. Verfolger Sebastian Vettel glänzte hingegen.
WM-Spitzenreiter Button: Schlechtes Training in Suzuka
WM-Spitzenreiter Button: Schlechtes Training in Suzuka

WM-Spitzenreiter Button: Schlechtes Training in Suzuka

Foto: KIM KYUNG-HOON/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Suzuka - Weil sie gelbe Warnflaggen unbeachtet ließen und das Tempo nicht reduzierten, wurden Button und vier weitere Fahrer in der Startaufstellung für das Rennen am Sonntag in Suzuka (7 Uhr MESZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) um jeweils fünf Plätze nach hinten strafversetzt.

Die in der Fahrerwertung führenden Brawn-Piloten Button (84 Punkte) und Rubens Barrichello (69) starten nach dem derzeitigen Stand nun von den Plätzen zwölf beziehungsweise neun. Der Internationale Automobilverband Fia vertagte die Bekanntgabe der endgültigen Startaufstellung auf Sonntag.

Der WM-Dritte Sebastian Vettel (59) sicherte sich hingegen die Pole Position und schöpft Hoffnung, doch noch Weltmeister werden zu können. "Wir wollen das Rennen gewinnen und haben dafür die beste Ausgangsposition", sagte Vettel, "ich habe einen ziemlich großen Rückstand und muss jede Chance nutzen."

Button ("Ich schaue nicht auf Sebastian") kann jedoch selbst bei einem Sieg des Deutschen im drittletzten Rennen der Saison den Titel gewinnen, wenn er mindestens fünf Punkte mehr holt als Barrichello.

Glock muss nach Unfall Start absagen

Direkt hinter Vettel starten Jarno Trulli (Toyota) und der entthronte Weltmeister Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes). Neben Barrichello und Button wurden auch Fernando Alonso (Renault), Adrian Sutil (Force India) und Sébastien Buemi (Toro Rosso) strafversetzt.

Insgesamt drei Mal musste die Qualifikation wegen Unfällen unterbrochen werden. Buemi verlor gleich zwei Mal die Kontrolle über seinen Toro Rosso. Dessen Teamkollege Jaime Alguersuari patzte ebenfalls einmal. Beide Fahrer blieben unverletzt.

Mit einer leichten Verletzung kam Timo Glock davon. Der Toyota-Fahrer war in einen Reifenstapel gekracht. Glock konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen, wird aber dennoch am Sonntag nicht starten.

ach/sid/dpa