Testpraxis: Ralf Schumacher attackiert Ferrari - DER SPIEGEL
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Testpraxis Ralf Schumacher attackiert Ferrari

Die Freude über Michael Schumachers zweiten Platz beim Grand Prix in Imola ist keine 24 Stunden alt, da giftet ausgerechnet Bruder Ralf gegen das wieder erstarkte Ferrari-Team. Der Toyota-Pilot kritisiert die hohe Testfrequenz der Ferraristi und unterstellt dem Team, nicht am Fortbestehen der Formel 1 interessiert zu sein.
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Imola - "Wir sind interessiert, dass die Formel 1 noch lange besteht, Ferrari nicht. Das ist nicht der richtige Weg", so Schumacher, der für das mit dem größten Formel-1-Budget ausgestattete Toyota-Team fährt. "Was Ferrari macht, ist unfair gegen alle anderen. Wir schränken uns ein und Ferrari testet munter weiter. Ich verstehe das Ganze nicht", sagte Schumacher. Das Weltmeisterteam hatte in den letzten Wochen massiv gegen die nicht im Regelwerk festgeschriebenen, aber als Gentlement Agreement vereinbarten Testbeschränkungen in der Formel 1 verstoßen. Die Italiener haben als einziges Team eine eigene Teststrecke (Mugello). "Wir bei Toyota könnten auch mit vielleicht acht Teams testen, aber wir halten uns an die Absprachen", stellte Schumacher klar.

Bereits im März hatten sich die Verantwortlichen von acht Rennställen vor dem Rennen in Sepang getroffen und einen gemeinsamen Brief an Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo aufgesetzt. In diesem Schreiben wurde den Italienern vorgeworfen, sich "unehrenhaft" zu verhalten, weil man die Testlimitierung ignoriere.

Bis auf Ferrari haben sich alle Konkurrenten einem freiwilligen Limit unterworfen. Innerhalb der Saison soll lediglich an 30 Tagen getestet werden, um einen Beitrag zur Kostensenkung in der Formel 1 zu leisten. Doch Ferrari-Rennleiter Jean Todt betonte immer wieder, dass sein Team dem Abkommen nicht beitreten werde.

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