Überblick Geschichte des Prost-Rennstalls
Rennstallsitz: Guyancourt, Frankreich
Teamchef: Alain Prost
In der Saison 2001 waren fünf Fahrer für Prost im Einsatz. Der Franzose Jean Alesi und der Argentinier Gaston Mazzacane waren die ursprüngliche Starter. Nach vier Rennen wurde Mazzacane gegen den Brasilianer Luciano Burti ersetzt. Burti war zuvor bei Jaguar entlassen worden. Im August wechselte Alesi zu Jordan, nachdem Eddie Jordan Heinz-Harald Frentzen gefeuert hatte. Frentzen wechselte zu Prost für die letzten für Saisonrennen. Nach dem schweren Unfall von Burti beim Rennen in Spa sprang der Tscheche Tomas Enge für die letzten drei Rennen ein. Alesi holte alle vier WM-Punkte im Jahr 2001, was in der Teamwertung den neunten Platz bedeutete.
2001-Modell: Prost AP04, Ferrari V10 Motor
Reifen: Michelin
Formel-1-Bilanz: 83 Rennen, 0 Polepositions, 0 Siege
Formel-1-Debüt: Grand Prix von Australien 1997
Das Prost-Team übernahm 1997 den Ligier-Rennstall, das 1976 von dem französischen Rugby-Star Guy Ligier gegründet wurde. Ligier fuhr 326 Rennen, 9 Polepositions, 9 Siege
Chronologie
1977 Ligiers erster Grand-Prix-Sieg in Schweden mit Jacques Lafitte im Cockpit.
1996 Der Franzose Olivier Panis gewinnt in Monaco. Es ist der letzte GP-Sieg eines Ligiers.
1997 Das Ligier-Team wird von dem vierfachen Weltmeister Alain Prost übernommen und umbenannt. Prost wird Teamchef.
1998 John Barnard, der mit Prost schon bei McLaren zusammen gearbeitet hat, wechselt von Arrows zu Prost.
1999 Der ehemalige Stewart-Designer Alan Jenkins stößt zum Team.
2000 Motorenlieferant Peugeot verkündet seinen Ausstieg. Der ehemalige Formel-1-Fahrer Pedro Diniz (Brasilien) steigt bei Prost ein. Ferrari liefert die neuen Motoren.
2001 Finanzielle Probleme lassen sich nicht mehr verbergen.
August: Prost beschwert sich bei den Medien, sie hätten das Gerücht verbreitet, Prost könnten die Ferrari-Motoren nicht bezahlen.
September: Ferrari-Funktionäre verkünden, dass sie von Prost betreffs der Motorenlieferung für die Saison 2002 noch nichts gehört haben.
October: Prost vermeldet Probleme, die aber gelöst werden könnten. Ein zahlkräftiger Sponsor wird benötigt, der mindestens 25 Millionen Dollar investieren möchte.
November: Diniz zieht sich zurück, nachdem er öffentlich verkündet hat, dass er mit der Strategie des Rennstalls unzufrieden war.
Saisonbilanz
1997 Sechstbestes Team mit 21 Punkten (Fahrer: Olivier Panis, Shinji Nakano, Jarno Trulli)
1998 Neuntbestes Team, ein Punkt (Panis, Trulli)
1999 Siebtbestes Team, neun Punkte (Panis, Trulli)
2000 Elftbestes Team, keine Punkte (Jean Alesi, Nick Heidfeld)
2001 Neuntbestes Team, vier Punkte (Alesi, Gaston Mazzcane, Luciano Burti, Heinz-Harald Frentzen, Tomas Enge)