Vor Indianapolis: Daimler-Vorstand fordert Teamorder - DER SPIEGEL
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Vor Indianapolis Daimler-Vorstand fordert Teamorder

Übt Anteilseigner DaimlerChrysler Druck auf die sportliche Leitung bei McLaren-Mercedes aus? Offenbar soll sich David Coulthard bereits beim Großen Preis der USA seinem Teamkollegen Mika Häkkinen unterordnen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Salzburg/Stuttgart - DaimlerChrysler-Vorstandsmitglied Jürgen Hubbert rechnet beim WM-Endspurt zwischen Michael Schumacher und Mika Häkkinen mit einer Stallorder von McLaren-Mercedes zu Gunsten des finnischen Titelverteidigers Mika Häkkinen. David Coulthard habe nach seinem unverschuldeten Ausscheiden bei dem Massencrash in Monza nur noch minimale Chancen auf die Formel-1-Weltmeisterschaft. "Insofern gehe ich davon aus, dass wir uns in den letzten Rennen auf einen Fahrer konzentrieren werden", sagte Hubbert den "Salzburger Nachrichten".

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug erklärte zum Thema Teamorder: "Wir haben uns darüber noch nicht unterhalten. Wir werden das in Indianapolis tun." Vor dem Großen Preis der USA an diesem Wochenende in Indianapolis, dem drittletzten Saisonlauf, führt Häkkinen in der Fahrer-Wertung mit 80 Punkten und zwei Zählern Vorsprung vor Ferrari-Pilot Schumacher. Der Schotte Coulthard hat im zweiten Silberpfeil mit 61 Punkten kaum noch Chancen.

Hubbert und Haug rechnen damit, dass die Titelentscheidung erst beim Saisonfinale am 22. Oktober in Malaysia fällt. Er erwarte, dass die WM "erst im letzten Rennen in der letzten Kurve" entschieden werde, sagte Hubbert. Haug sagte: "Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Malaysia passiert, ist groß."

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