Williams-Wechsel Button will sich freikaufen
Budapest - "Ich habe mich schon mit Frank über die Situation unterhalten und bin sicher, dass er meine Gründe, weshalb ich bleiben möchte, verstehen wird", sagte der Pilot der englischen Tageszeitung "Times" nach einem Gespräch mit dem Williams-Teamchef. Er sei sogar bereit, drei Millionen Euro an Williams zu überweisen, um bei BAR-Honda bleiben zu können, so Button.
Teamchef Frank Williams besteht aber auf den Vertrag mit Button: "Jenson hat einen verbindlichen Kontrakt für das kommende Jahr. Den muss er auch einhalten."
Motorpartner BMW wird Williams nach der Saison verlassen. 2006 wird der britische Rennstall aller Voraussicht nach mit Cosworth-Triebwerken starten. Button fürchtet, dass Willams dann nicht mehr in der Spitzengruppe mithalten kann. "Ich will weiter für ein Team mit einem Hersteller fahren. Honda ist so darauf konzentriert, die WM zu gewinnen", erklärte der Brite auf der Pressekonferenz vor dem Ungarn-Grand-Prix.
"Es ist eine sehr wichtige Entscheidung für mich, bei welchem Rennstall ich 2006 bin", so der 25-Jährige. Button fährt im sechsten Jahr in der Formel 1 und konnte noch kein Rennen gewinnen.
Vor einem Jahr wollte der Gesamt-Zwölfte der diesjährigen Fahrerwertung noch unbedingt zu Williams, musste dann jedoch nach einem Rechtsstreit bei BAR bleiben. Die damals getroffene Vereinbarung sagt aber aus, dass er nach dieser Saison zum Team von Frank Williams wechseln muss, hat er nach etwa einem Drittel der Formel-1-WM nicht mindestens 75 Prozent der Punkte des WM-Führenden auf seinem Konto. Derzeit hat Button mit 15 Zählern großen Rückstand auf den Spitzenreiter Fernando Alonso (87).
Sollte es dennoch zu einer Einigung zwischen den beiden Rennställen und Button kommen, könnte dies für Nick Heidfeld bedeuten, dass Teamchef Frank Williams seine Option auf den Mönchengladbacher für nächstes Jahr einlöst und er nicht für das neue BMW-Team frei wäre.