WM-Dreikampf Befreiter Schumacher gibt Vollgas
Monza - "Jetzt ist wirklich eine große Last weg", sagte Michael Schumacher nach seinem Erfolg am Sonntag beim Großen Preis von Italien. Fünf Rennen hatte der amtierende Weltmeister auf einen Sieg warten müsssen. Vor allem in Hockenheim und Budapest war er von der Konkurrenz düpiert worden.
"Das ist eine sehr gute Ausgangsposition. Die Leute haben uns schon totgesagt, aber wir leben noch. Man sollte mich und uns nie abschreiben", sagte Schumacher. "Wir lassen jetzt nichts schleifen", fügte der Deutsche pflichtbewusst hinzu. Schon am Dienstag will Schumacher im spanischen Jerez wieder testen.
Mit seinem Sieg in Monza baute Schumacher (82 Punkte) den Vorsprung auf seinen ärgsten Rivalen Juan Pablo Montoya (79) auf drei Zähler aus. Der Finne Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) ist mit 75 Punkten Dritter. "Mit drei Punkten Rückstand kann ich leben", gibt sich Montoya, in Monza Zweiter, gelassen. "Es ist noch nichts entschieden", behauptet Räikkönen.
Entscheidung in den USA möglich
Schumacher kann schon im vorletzten Saisonrennen am 28. September in Indianapolis zum sechsten Mal Weltmeister werden. Einen Sieg des Ferrari-Piloten vorausgesetzt, darf Montoya allerdings höchstens Sechster werden und Räikkönen nicht über Platz drei hinauskommen.
Auch ein zweiter Platz würde Schumacher zur Titelverteidigung reichen. Aber nur, wenn Montoya maximal Achter wird und Räikkönen höchstens auf Platz vier fährt. Sollten beide Rivalen des WM-Spitzenreiters ausfallen, reicht Schumacher auch ein zweiter Platz. Ansonsten fällt die Entscheidung am 12. Oktober beim Saisonfinale in Suzuka.