1860: Dreifacher Max gegen Hansa - DER SPIEGEL
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1860 Dreifacher Max gegen Hansa

Mit seinen Saisontoren zehn, elf und zwölf schoss Stümer Martin Max 1860 München nicht nur zum Sieg über Hansa Rostock und sich selbst an die Spitze der Torschützenliste. Drei Max-Treffer lassen sie im Stadtteil Giesing wieder mal von der Champions League träumen.
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München - Mit dem 4:3 (1:1)-Sieg kletterte der TSV 1860 München vorläufig auf den vierten Bundesliga-Tabellenplatz und darf wieder vom internationalen Geschäft träumen. Vor 24.900 Zuschauern im Münchner Olympiastadion war Martin Max als dreifacher Torschütze der Matchwinner für die Münchner, die nach einer verschlafenen ersten Halbzeit erst nach dem Seitenwechsel ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Den vierten Münchner Treffer erzielte Thomas Häßler per Foulelfmeter. Der Schwede Magnus Arvidsson (2) und Marcus Lantz in der 89. Minute waren für die eine Stunde lang gleichwertigten Hanseaten erfolgreich, die in dieser Saison weiterhin ohne Auswärtssieg sind.

Die weitgehend ausgeglichene Begegnung erreichte nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit erst nach der Pause halbwegs Bundesliganiveau. Die Sechziger, bei denen sich Spielmacher Häßler und Mittelstürmer Max die besten Noten verdienten, hatten mit umständlichem Spielaufbau und Mängeln im Abspiel große Probleme der dicht gestaffelten Hansa-Abwehr. Das Defensivkonzept der Rostocker ging fast eine Stunde lang auf, bis Max mit seinem dritten Treffer 1860 endgültig auf die Siegerstraße schoss. Bis dahin hatten Hansas Angriffer Arvidsson und Agali, der erst am Mittwoch von einem Einsatz mit der nigerianischen Olympiaauswahl zurück gekehrt war, mit sporadischen Vorstößen die Sechziger Abwehr mehrfach in Verlegenheit gebracht.

Drei Minuten nach der Halbzeitpause startete 1860 erfolgreich seine Aufholjagd, als erneut Max, der schon das 1:1 erzielte, nach Flanke von Agostino zuerst den Pfosten und dann zum 2:1 ins Tor traf. Fast postwendend nutzten die Rostocker eine Unaufmerksamkeit der "Löwen"-Abwehr zum Ausgleich durch Arvidsson nach Zuspiel von Agali. In der 57. Minute kann Weilandt noch auf der Torlinie retten, aber eine Minute später war wieder Max zur Stelle und brachte 1860 erneut in Führung. Das erlösende 4:2 besorgte Regisseur Häßler (63.) mit einem verwandelten Foulelfmeter, nachdem Tyce von Holetschek gefoult worden war.

Mit seinem achten Saisontor brachte der Schwede Ardvidsson die extrem defensiv eingestellten Hanseaten in der 27. Minute überraschend in Führung. Nach einem Fehler von Max bediente Breitkreutz den Stürmer mit einem Musterpass, und Arvidsson ließ 1860-Schlussmann Hoffmann mit einem Beinschuss keine Abwehrchance.

Die bis dahin äußerst pomadigen Münchner, bei denen sich der fleißige Häßler zunächst vergeblich um einen gezielten Spielaufbau bemühte, besannen sich nach dem Rückstand immerhin auf ihre kämpferische Qualitäten und setzten das Rostocker Tor in der Schlussphase der schwachen ersten Halbzeit mächtig unter Druck. Drei Minuten, nachdem Breitkreutz einen Kurz-Kopfball von der Torlinie befördert hatte, gelang Max nach Zuspiel von Stranzl mit seinem zehnten Saisontreffer der Ausgleich. Vorausgegangen war ein schwerer Patzer von Weilandt, der den Ball leichtfertig an Stranzl verlor.