1860 München: Gerhard Poschner wird etmachtet - DER SPIEGEL
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Krisen-Klub 1860 Poschner nur noch Manager auf Probe

Bei Fußball-Zweitligist 1860 München kehrt einfach keine Ruhe ein: Auf der Mitgliederversammlung stand erneut Manager Gerhard Poschner in der Kritik. Der Sportdirektor ist nur noch auf Abruf beim Verein.
Löwen-Sportdirektor Poschner: So gut wie keine Befugnisse mehr
Löwen-Sportdirektor Poschner: So gut wie keine Befugnisse mehr

Löwen-Sportdirektor Poschner: So gut wie keine Befugnisse mehr

Foto: Peter Kneffel/ dpa
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Nach chaotisch verlaufenen Wochen und einer Rochade im Führungsteam geht der TSV 1860 München mit einem noch weiter entmachteten Sportchef Gerhard Poschner in die Saison. Der als Hauptschuldiger für die Misere sowie den Fast-Absturz in die 3. Liga abgestempelte Ex-Profi darf als Sportdirektor vorerst noch drei Monate weitermachen, wie am Sonntag verkündet wurde.

Dann "werden wir entscheiden, ob wir weiter zusammenarbeiten", sagte Vizepräsident Karl-Christian Bay bei der Mitgliederversammlung des kriselnden Fußball-Zweitligisten in einer Münchner Konzerthalle.

Dass Poschner spätestens dann den TSV verlässt oder nach der nächsten Degradierung selbst hinwirft, ist sehr wahrscheinlich. Erst in der vergangenen Woche hatte der Verein nach Absprache mit Investor Hasan Ismaik den glücklosen Poschner als Geschäftsführer Sport abberufen.

Zumal der nicht anwesende Manager in der Münchner Tonhalle einmal mehr scharf kritisiert wurde und sich von Übergangspräsident Siegfried Schneider fehlende Loyalität und Professionalität sowie Unfähigkeit auf dem Transfermarkt vorwerfen lassen musste. Rund sechs Wochen nach der Relegation gegen Kiel und zwei Wochen vor Beginn der neuen Saison kann 1860 Milos Degenek bislang als einzigen Neuzugang präsentieren. Die "Löwen" starten am 26. Juli in Heidenheim in die Spielzeit.

Von hochgesteckten Aufstiegszielen wie in den Vorjahren distanzierte sich daher Markus Rejek als neuer starker Mann der Geschäftsführung. Neben finanziellen Angelegenheiten ist er künftig auch für sportliche Belange mit zuständig. "Wir sind in der 2. Liga angekommen und sollten vermeiden, von mehr zu träumen", sagte Rejek unter den Pfiffen vieler der knapp tausend Fans.

aha/dpa