2. Fußball-Bundesliga: SC Freiburg gewinnt gegen Braunschweig - DER SPIEGEL
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2. Fußball-Bundesliga SC Freiburg rettet Punkt in letzter Sekunde

Mit einem späten Tor von Marc-Oliver Kempf ist der SC Freiburg dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga einen Schritt näher gekommen. Der Absteiger der Vorsaison ist nun Tabellenführer der 2. Bundesliga.
Mike Frantz und Ken Reichel im Zweikampf
Mike Frantz und Ken Reichel im Zweikampf

Mike Frantz und Ken Reichel im Zweikampf

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images
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Tabellenführer SC Freiburg hat in allerletzter Sekunde einen Punkt im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga eingefahren. Die Breisgauer kamen bei Eintracht Braunschweig nach einem 0:2-Rückstand in der Nachspielzeit doch noch zu einem 2:2 (0:0). Mit 63 Punkten hat das Team von Trainer Christian Streich, das nach dem Vereins-Rekord von zuvor acht Siegen in Folge wieder Punkte abgab, nun sieben Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Braunschweig (40) bleibt auf Rang zehn.

"Braunschweig war die insgesamt bessere Mannschaft, war einen Tick schneller, etwas griffiger und hochmotiviert", sagte Freiburgs Trainer Christian Streich im TV-Sender Sky. "Dass meine Mannschaft nach dem Rückstand zurückkommt, ist eine Qualität der Mannschaft." Er versuchte, die schwache Leistung seines Teams zu entschuldigen: "Wir sind seit vielen, vielen Wochen in der Situation: 'Wir müssen, müssen, müssen.'"

Restlos bedient war sein Braunschweiger Kollege Torsten Lieberknecht über den späten Ausgleich: "Wir haben ein sensationelles Spiel abgeliefert. Das ist total bitter für die Jungs", sagte er und kritisierte Schiedsrichter Patrick Ittrich aus Hamburg: "Wir haben in dieser Saison noch keinen Elfmeter bekommen. Und dann sitzt er in Hamburg wieder neben mir auf der Tribüne und freut sich, dass St. Pauli gewinnt." Freiburgs Trainer Streich zeigte Verständnis für den Frust seines Kollegen: "Braunschweig war die insgesamt bessere Mannschaft. Wir sind jetzt seit vielen Wochen in der Situation, liefern zu müssen. Die Frische war nicht da heute."

Holtmann und Reichel treffen binnen drei Minuten

Torjäger Nils Petersen (70.) und Marc-Oliver Kempf (90.+4) sicherten dem SC mit Kopfballtoren zumindest einen Teilerfolg. Nach Kempfs Tor wurde das Spiel gar nicht mehr angepfiffen. Zuvor hatten sich die Braunschweiger mit einem Doppelschlag zu Beginn des zweiten Durchgangs für ihre Überlegenheit vor dem Seitenwechsel verdient. U20-Nationalspieler Gerrit Holtmann (54.), der von einem missglückten Rückpass von Marc Torrejon profitierte, und Ken Reichel (57.) trafen binnen drei Minuten.

In einer ereignisarmen ersten Hälfte machten die Gastgeber vor 19.810 Zuschauern von Beginn an den besseren Eindruck. Die daheim zuletzt neunmal unbesiegten Braunschweiger störten den Favoriten früh in seinen Angriffsbemühungen und zwangen ihn zu hohen Bällen. Die Freiburger hatten sogar Glück, dass Kapitän Nicolas Höfler einen Kopfball von Saulo Decarli kurz vor der Torlinie klärte (22.), kurz vor dem Pausenpfiff rettete Torwart Alexander Schwolow nach einem Distanzschuss von Ken Reichel (45.).

Nach dem Seitenwechsel wurden beide Mannschaften munterer und erspielten sich gute Tormöglichkeiten. Die ersten beiden Braunschweiger Treffer nach fünf Heimspielen ohne Tor gegen Freiburg gaben den Gastgebern zunächst Rückenwind, doch der Anschlusstreffer war der Startschuss für die Freiburger Schluss-Offensive, die durch Kempf belohnt wurde.

kry/sid/dpa