2. Liga: Nürnberg weiter vorn - DER SPIEGEL
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2. Liga Nürnberg weiter vorn

Ausschließlich Heimsiege in den Sonntagsspielen. Nürnberg schlägt Oberhausen. Im Aufsteiger-Duell demontiert Reutlingen Saarbrücken. Die Stuttgarter Kickers schlagen Chemnitz. Mannheim besiegt Osnabrück.
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Der 1. FC Nürnberg bleibt in der Zweiten Fußball-Bundesliga das Maß der Dinge. Durch ein 2:1 (1:0) gegen Rot-Weiß Oberhausen festigten die Franken ihre Tabellenführung und behielten auch im siebten Heimspiel die Punkte. Dagegen verloren die Westdeutschen nach der dritten Niederlage in Folge weiter an Boden zu den Aufstiegsrängen. Für die Platzherren trafen Stoikos Stoilas per Foulelfmeter (43.) und Louis Gomis (79.), für die Gäste konnte Adam Gebka (82.) nur noch verkürzen. Vor 26.000 Zuschauern spielte Nürnberg von Beginn an überlegen, ohne dabei jedoch zu klaren Torchancen zu kommen. Lediglich Martin Driller konnte sich einmal gegen Oberhausens kompakte Abwehr durchsetzen (11.), vergab dann aber frei vor Torwart Oliver Adler. Dagegen ließ sich Stoilas nach einem Foul von Daniel Ciuca an Christan Möckel die Chance zur Nürnberger Führung nicht entgehen. Auf der anderen Seite konnten sich die Gäste trotz dreier Stürmer lange keine Tormöglichkeit erarbeiten. Erst nach der Entscheidung durch Gomis gelang RWO ein Treffer.

1. FC Nürnberg - Rot-Weiß Oberhausen 2:1 (1:0)
1:0 Stoilas (43., Foulelfmeter)
2:0 Gomis (79.)
2:1 Gebka (82.)
Nürnberg: Köpke - Nikl, Kos, Johansson, Wiblishauser - Weigl (69. Junior), Störzenhofecker, Stoilas, Krzynowek (86. Tavcar) - Driller, Möckel (75. Gomis)
Oberhausen: Adler - Täuber (82. Gebka) - Quallo, Ciuca - Tschipew, Scharpenberg, Luginger, Ratkowski - Toborg, Vier, Obad (80. Hayer)
Schiedsrichter: Keßler (Höhenkirchen)
Zuschauer: 26.000
Gelbe Karten: Stoilas (4) - Luginger (3), Scharpenberg (2)


Der SSV Reutlingen deklassierte den chancenlosen 1. FC Saarbrücken mit 8:2 (3:0) und blieb damit auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen. Während sich Reutlingen auf Platz vier der Tabelle festsetzte, rutschen die Saarländer nach der siebten sieglosen Partie in Serie immer weiter ab. Vor 8020 Zuschauern im Stadion an der Kreuzeiche eröffnete U20-Nationalspieler Denis Lapaczinski (31.) mit seinem vierten Saisontreffer den Torreigen einer bis dahin ausgeglichenen Begegnung. Kurz darauf erhöhte Alexander Malchow (33.). Nico Frommer besorgte den Halbzeitstand (45.). Nach der Pause entschied Sasa Janic (50.) die Partie endgültig zu Gunsten der Hausherren. Der Nigerianer Sambo Choji sorgte mit seinem neunten Saisontreffer nur für eine zwischenzeitliche Ergebniskorrektur zum 4:1 (57.), ehe Frommer mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder herstellte. Stefan Lexa (71.), erneut Malchow (74.) und Olivier Djappa (79.) erhöhten, ehe wiederum Choji in der 86. Minute auf 2:8 verkürzen konnte.

SSV Reutlingen - 1. FC Saarbrücken 8:2 (3:0)
1:0 Lapaczinski (31.)
2:0 Malchow (33.)
3:0 Frommer (45.)
4:0 Janic (50.)
4:1 Choji (57.)
5:1 Frommer (64.)
6:1 Lexa (70.)
7:1 Malchow (74.)
8:1 Djappa (79.)
8:2 Choji (89.)
Reutlingen: Hermanutz - Malchow, Lapaczinski, Traub - Lexa (87. Cast), Agu, Aduobe (80. Hofacker), Becker, Janic - Djappa, Frommer (77. Sajaia)
Saarbrücken: Eich - Grozavu (46. Muschinka) - Susic, Echendu - Cartus, Toppmöller (46. Krieg), Hutwelker, Hofmann, Hörster - Choji, Bender
Schiedsrichter: Weiner (Hildesheim)
Zuschauer: 8020
Gelbe Karten: Malchow (2), Frommer - Susic (3), Muschinka (3), Cartus (3), Grozavu (2)


Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg ist Waldhof Mannheim dank der Treffer von Joker Sascha Maier in der 79. und Lamine Cissé in der 86. Minute in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Elf von Trainer Uwe Rapolder besiegte den VfL Osnabrück mit 2:0 (0:0) und feierte ihren vierten Heimsieg. Der Aufsteiger bleibt mit nur einem Punkt auf des Gegners Platz die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga und verliert im Abstiegskampf immer mehr an Boden. Vor 4000 Zuschauern dominierten die Gastgeber, die auf die gesperrten Stürmer Laszlo Klausz und Sascha Licht verzichten mussten, das auf schwachem Niveau stehende Spiel von Beginn an.Doch im Strafraum der defensiv eingestellten Gäste ließ Waldhof oft die letzte Konsequenz vermissen. Otto Vincze (8.) und Hajrudin Cadic (12.) vergaben aus aussichtsreichen Positionen. Die beste Chance für Osnabrück ließ Kapitän Christian Claaßen aus, als er kurz vor dem Halbzeitpfiff an Waldhof-Keeper Achim Hollerieth scheiterte. Auch nach dem Wechsel konnten die Mannheimer ihre Überlegenheit zunächst nicht in Tore ummünzen, vieles blieb Stückwerk.

Waldhof Mannheim - VfL Osnabrück 2:0 (0:0)
1:0 Maier (79.)
2:0 Cisse (86.)
Mannheim: Hollerieth - Kies, Santos (54. Vukotic), Boukadida, Rehm - Cisse, Montero, Vincze, Catic (69. Maier) - Vata, Delic (46. Teber)
Osnabrück: Brunn - Wenschlag - Schütte (49. Rose), Schiersand - Hey, Enochs, Weiland, Schwinkendorf - Brinkmann (78. Petri) - Janiak, Claaßen
Schiedsrichter: Steinborn (Sinzig)
Zuschauer: 4000
Gelbe Karten: Santos (3) - Schütte (3), Schiersand (3)

Die Stuttgarter Kickers haben nach zwölf Partien ohne Sieg ihren ersten Erfolg errungen und damit im Abstiegskampf neue Hoffnung geschöpft. Die Schwaben gewannen das Keller-Duell gegen Schlusslicht Chemnitzer FC verdient 4:0 (1:0). Für die seit sechs Runden sieglosen Gäste wird die Lage am Tabellenende immer prekärer. Vor 4246 Zuschauern leitete Silvinho (43.) den erst zweiten Heimsieg der Platzherren ein. Nach dem Wechsel sorgten Michael Kümmerle (51.) und Alexander Blessin (64.) für die Entscheidung, ehe erneut Kümmerle zum zweiten Mal erfolgreich war. Während die Kickers ihr hohes Engagemant in einen Erfolg ummünzten, enttäuschten die auswärts erst einmal siegreichen Chemnitzer.

Stuttgarter Kickers - Chemnitzer FC 4:0 (1:0)
1:0 Silvinho (43.)
2:0 Kümmerle (51.)
3:0 Blessin (64.)
4:0 Kümmerle (71.)
Stuttgart: Ramovic - Kritzer (74. Raspe), Keuler, Heberle - Fiel (80. Ramovs), Kümmerle, Weinzierl, Minkwitz - Meissner (74. Zimmermann), Silvinho, Blessin
Chemnitz: Süssner - Franke, Podunavac, Oswald - Mehlhorn, Renn (56. Avdic), Köhler, Ivankovic (74. Laudeley), Skela - Muratovic, Kujat (46. Kluge)
Schiedsrichter: Rafati (Hannover)
Zuschauer: 4246
Gelbe Karten: Keuler (4), Fiel - Mehlhorn


Borussia Mönchengladbach hat seine Negativserie von zuletzt sechs sieglosen Spielen in Folge beendet. Die Rheinländer siegten im Duell der strauchelnden Aufstiegsfavoriten beim Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld 2:1 (0:1) und haben vorerst den Sprung ins sichere Tabellenmittelfeld geschafft. Die Arminen dagegen warten nun bereits seit zehn Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn und rutschen immer weiter ab. Nach Bielefelds Führung durch Artur Wichniarek (43.) drehten Igor Demo (76.) und der eingewechselte Peter van Houdt (80.) das Spiel noch zu Gladbachs Gunsten. Vor 15.588 Zuschauern auf der Bielefelder Alm begannen beide Teams vorsichtig. Die Gastgeber waren zwar bemüht, doch die Gladbacher erspielten sich eine optische Überlegenheit. Nach der Pause spielten die Borussen weiter druckvoll und drängten auf den Ausgleich. Die Arminia konnte sich durch gelegentliche Konter befreien und erschien zunehmend sicherer. Doch Demo und van Houdt sorgten noch für Gladbachs insgesamt verdienten Erfolg.

Arminia Bielefeld - Borussia Mönchengladbach 1:2 (1:0)
1:0 Wichniarek (43.)
1:1 Demo (76.)
1:2 van Houdt (80.)
Bielefeld: Hain - Stratos - Klitzpera, Reinhardt - Porcello, Bode, Flock (76. Borges), Dammeier, - van der Ven (73. Sternkopf), Aracic (80. Wück), Wichniarek
Mönchengladbach: Kamps - Eberl, Hausweiler, Asanin, Witeczek - Demo, Nielsen (71. Stassin), Korell - Korzynietz (64. van Houdt), van Lent, Aidoo (73. Auer)
Schiedsrichter: Fleischer (Ulm)
Zuschauer: 15.588
Gelbe Karten: Dammeier (2) - Eberl (5), Demo (2), Aidoo


Aufsteiger LR Ahlen ist weiter auf Erfolgskurs. Durch das 1:0 (1:0) gegen Erstliga-Absteiger SSV Ulm blieb das Team von Trainer Peter Neururer vor 5562 Zuschauern zum neunten Mal in Folge ungeschlagen und schaffte damit den Sprung ins Mittelfeld. Ulm dagegen befindet sich nach der achten Saisonniederlage weiterhin in unmittelbarer Nähe zu den Abstiegsplätzen. Bereits nach fünf Minuten sorgte der Kameruner Cyrille Florent Bella mit dem 1:0 für die Entscheidung. Die Gastgeber hatten in dem schwachen Spiel gute Chancen durch Giuseppe Canale (30.) und erneut Bella (54.). Ulm strahlte hingegen kaum Torgefahr aus. Für einen Bruch im Ahlener Spiel sorgte der verletzungsbedingte Ausfall von Spielmacher Marc Arnold (23.). Aber der dritte Heimsieg in Folge geriet nicht mehr in Gefahr.

LR Ahlen - SSV Ulm 1846 1:0 (1:0)
1:0 Bella (5.)
Ahlen: Langerbein - Daschner - Zimmermann, Schuster - Donato (90. Schlösser), Hamann (18. Canale), Sopic, Fengler - Arnold (23. Peters) - Feinbier, Bella
Ulm: Hilfiker - da Silva - Stadler, Unsöld - Otto, Kolvidsson (89. Gora), Scharinger, Radoki - Rösler - Medved (50. Kevric), Leandro
Schiedsrichter: Anklam (Hamburg)
Zuschauer: 5562
Gelbe Karten: Hamann (5/1), Zimmermann (4), Canale (2), Schuster (4) - Unsöld (4), da Silva (3), Scharinger (5)


Hannover 96 siegte am Freitagabend vor 14.200 Zuschauern auf dem Aachener Tivoli mit 4:0 (3:0), blieb im fünften Auswärtsspiel am Stück ohne Niederlage und festigte seinen zweiten Tabellenplatz. Die Alemannen zeigten eine desolate Leistung und verloren nach der zweiten Heimniederlage der Saison den Anschluss an die Spitze. Die Tore erzielten Michel Dinzey (12.), Danijel Stefulj (19.), Daniel Stendel (30.) und Jan Simak (71.). In der Schlussphase zeigte Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart dem Aachener Kapitän Taifour Diane und Altin Lala von Hannover 96 nach einem Handgemenge die Rote Karte.

Alemannia Aachen - Hannover 96 0:4 (0:3)
0:1 Dinzey (12.)
0:2 Stefulj (19.)
0:3 Stendel (30.)
0:4 Simak (71.)
Aachen: Christian Schmidt - Landgraf, Bashi, Heeren (72. Kienle), Zernicke - Diane, von Ahlen, Inceman (46. Müller), Lämmernann - Berchtold (72. Rüppel), Xie Hui
Hannover 96: Sievers - Schäfer, Dermech, Amadou - Lala, Stefulj, Linke, Däbritz (76. Bounoua), Dinzey (80. Cherundolo) - Simak, Stendel (82. Molata)
Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)
Zuschauer: 14.200
Gelbe Karten: Bashi, Müller - Linke, Simak, Stefulj, Dermech
Bes. Vorkomnisse: Rote Karte Diane (Aachen, 87.) und Lala (Hannover 87.) wegen Tätlichkeit


Der MSV Duisburg blieb das sechste Spiel in Serie unbesiegt. Vor 6785 Zuschauern erkämpften sich die "Zebras" im Wedaustadion gegen die SpVgg Greuther Fürth ein 0:0. Die Gastgeber mussten schon nach 17 Minuten auf ihren Torhüter Gintaras Stauce verzichten, der wegen Foulspiels die Rote Karte sah. Mit diesem Unentschieden verlor der MSV zwei wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg, während die Franken den Anschluss an die Aufstiegsränge verpassten. Ihre einzige Chance erspielten sich die Fürther, als Frank Türr nach einem Fehlpass von Horst Steffen von Stauce gefoult wurde. Nach dem Platzverweis für den Litauer verschoss Mirko Reichel (20.) den Elfmeter.

MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth 0:0
Duisburg: Stauce - Wohlert, Steffen, Drsek - Wolters, Sarpei, Zeyer, Keidel, Liebers (68. Omodiagbe)- Güvenisik (19. Bobel), Policella
Greuther Fürth: Teuber - Sbordone, Skarabela, Boy (79. Walther)- Hassa, Reichel, Azzouzi, Surmann (62.Hasenhüttl), Felgenhauer - Elberfeld, Türr (77. Ruman)
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 6785
Gelbe Karte: Policella
Bes. Vorkommnis: Rote Karte Stauce (Duisburg, 17.) wegen Foulspiels