2. Liga: Pauli bleibt die Nummer eins - DER SPIEGEL
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2. Liga Pauli bleibt die Nummer eins

In Hamburg erzählt man sich, dass derzeit wieder vermehrt Zweitligatabellen aus Zeitungen ausgerissen und archiviert werden. Grund: Abstiegskandidat St. Pauli steht nach zwei Spieltagen im Klassement auf Platz eins.
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Hamburg - Der FC St. Pauli führt auch nach zwei Spieltagen allein die Tabelle der 2. Liga an. Elf Treffer in zwei Spielen, davoni allein fünf am vergangenen Freitag beim 5:0-Kantersieg über den SV Waldhof Mannheim sorgen derzeit am Millerntor nicht nur unter den Anhängern der "Boys in Braun" für Ausnahmestimmung. Torschütze Andre Trulsen: "Es ist eigentlich unfassbar, was sich bei uns abspielt."

Besser ist auch die Luft in Nürnberg wieder. Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt bei Hannover rehabilitierte sich der "Club" bei seinen Anhängern am Sonntag mit dem ersten Saisonsieg. Nürnberg besiegte vor 21 700 Zuschauern durch Treffer von David Jarolim und Martin Driller im Frankenstadion den Aufsteiger LR Ahlen mit 2:0 und rückte mit in die Spitzengruppe auf. Rot-Weiß Oberhausen versetzte dem Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg den zweiten Saison-K.o. und siegte 1:0. Beim 1. FC Saarbrücken hatte die SpVgg Greuther Fürth nichts zu bestellen. Tore von Samba Choji und Mladen Bartolovic sicherten dem Team von Klaus Toppmöller - bei einem Gegentor von Horst Elberfeld - mit 2:1 den ersten Saisonerfolg. Die Stuttgarter Kickers verpassten den Sprung auf Rang zwei durch ein 2:2 beim FSV Mainz 05.

Das Schlagerspiel der 2. Liga allerdings steigt am Montagabend in Ulm. Im Duell der Bundesliga-Absteiger stehen sich der SSV Ulm 1846 und Arminia Bielefeld gegenüber. Der Sieger kann zum Spitzenreiter aus Hamburg nach Punkten aufschließen. Durch diese Begegnung wird auch die Zuschauerzahl des zweiten Spieltages merklich erhöht werden. Bisher wurden die acht Begegnungen von rund 110.000 Fans besucht.

In Osnabrück genügte Bundesliga-Absteiger Borussia Mönchengladbach vor fast 20.000 Zuschauern eine starke Halbzeit, um 3:1 zu gewinnen. "Ich war mit dem ersten Durchgang nicht zufrieden. Das war dürftig und mager", klagte Gladbachs Trainer Hans Meyer. Sein Kollege Michael Lorkowski analysierte: "Fehler, die uns unterlaufen sind, wurden hart bestraft. Wir müssen in dieser Liga noch einiges lernen." Hannover 96 brachte sich beim Chemnitzer FC (2:0) in eine gute Ausgangslage. Trainer Horst Ehrmantraut war trotz des Erfolges nicht zufrieden: "Hier lief einiges noch nicht so, wie ich mir das vorstelle."

Mit den Fans im Rücken landete Alemannia Aachen ein 4:1 über Aufsteiger SSV Reutlingen. "Sie haben uns prächtig unterstützt. Die Hälfte des Erfolges gehört ihnen", lobte Aachens Trainer Eugen Hach die 15.000 Anhänger auf dem Tivoli. Die zweite Rote Karte in dieser Saison sah Achim Hollerieth. Der Torwart vom SV Waldhof Mannheim hatte sich bei Auswärtsspiel bei St. Pauli zu einem groben Foul hinreißen lassen.