2. Liga: Trauer im Freudenhaus - DER SPIEGEL
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2. Liga Trauer im Freudenhaus

Mit einer erneuten Heimniederlage hat der FC St. Pauli erneut gezeigt, dass er eigentlich nicht in die Bundesliga aufsteigen will. Dafür geht es im Tabellenkeller drunter und drüber.
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Hamburg - Die Fans des FC St. Pauli verstehen die Welt nicht. Obwohl sich ihre Helden bei der 2:4-Niederlage einmal mehr nicht mir Ruhm bekleckerten, stehen die Hamburger immer noch auf Rang drei der 2. Liga und müssen sich mit der Möglichkeit eines Aufstiegs in die Bundesliga auseinandersetzen.

Am Millerntor erkannten Trainer Dietmar Demuth und die meisten der 20.725 Zuschauer im ausverkauften Stadion in der ersten Halbzeit ihre Mannschaft nicht wieder. Innerhalb von zehn Minuten hatte das Team von Trainer Jürgen Gelsdorf einen 3:0-Vorsprung hingelegt. Im zweiten Durchgang bestimmten die Hamburger über weite Strecken das Spiel, kamen auf 2:3 heran, doch zum Schluss machte der Osnabrücker Michael Petri (90.) den von den VfL-Fans vielumjubelten Sieg perfekt. Damit wurden die Hamburger aus allen Träumen gerissen. "Eine großartige Moral meiner Mannschaft. Mit dieser Einstellung schaffen wir den Klassenverbleib", jubelte der VfL-Coach. Tristesse dagegen beim FC St. Pauli. "Eine ganz bittere Niederlage", lautete der Kurz-Kommentar von Demuth.

Ulm wird durchgereicht


Mit Arminia Bielefeld (30) ist nach dem SSV Ulm 1846 (25) ein zweiter Bundesliga-Absteiger auf einen Abstiegsplatz gelandet. Die Bielefelder verloren das Duell bei den Stuttgarter Kickers 1:2. Beim 1:0 von Alemannia Aachen war Xie Hui (87.) zum 14. Mal in dieser Saison erfolgreich. Der Brasilianer Leandro (69.) vergab für den SSV Ulm einen Foulelfmeter und damit einen möglichen Punktgewinn. Auch der FSV Mainz 05 kam in der 90. Minute zum 1:0 über Rot-Weiß Oberhausen. Michael Thurk erzielte für die Mainzer den Treffer des Tages.

Der Aufsteiger LR Ahlen (44) hat sich auf leisen Sohlen von einem Abstiegsplatz an die Führungsgruppe herangeschlichen. Die Mannschaft von Trainer Peter Neururer besiegte im "Hurrastil" den Absteiger Chemnitzer FC mit 5:2. Die Sachsen sind nach dieser Niederlage auch rechnerisch nicht mehr zu retten. "Wir haben ein neues Saisonziel. Das heißt Aufstieg", heizte Neururer die Stimmung an. Der Trainer war überglücklich, denn sein Vertrag dürfte sich mit diesem Erfolg um ein weiteres Jahr verlängert haben. Auch der SV Waldhof Mannheim (46) meldete nach dem 2:1 über die SpVgg Greuther Fürth ernsthafte Ansprüche auf einen "Geldplatz" an.

Der MSV Duisburg und 1. FC Saarbrücken sind "feste Größen" im Mittelfeld. Die Duisburger schickten Hannover 96 mit der achten Auswärtsniederlage in Folge wieder in die Heimat. "Wir haben gespielt, wie eine Freizeitmannschaft" ärgerte sich 96-Trainer Horst Ehrmantraut. Clubchef Martin Kind fordert vom Coach nun eine genaue Analyse über den Leistungsrückgang der Mannschaft, die nach der Vorrunde noch einen sicheren Aufstiegsplatz belegte.

Die Zahl der roten Karten erhöhte sich auf 35. Olaf Holetschek (Chemnitzer FC), Mirko Reichel (SpVgg Greuther Fürth), Taifour Diane (Alemannia Aachen) und Udo Schrötter (SSV Ulm 1846) mussten am 28. Spieltag vorzeitig unter die Dusche.