Mario Basler: "Boris muss betrunken gewesen sein" - DER SPIEGEL
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Mario Basler "Boris muss betrunken gewesen sein"

In einem Interview teilt Ex-Nationalspieler Mario Basler seine Ansichten zum Rosenkrieg bei den Beckers mit und äußert sich über sein eigenes Leben in der Öffentlichkeit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kaiserslautern - Mario Basler gab der Sportpostille "Sport-Bild" ein Interview, das den bedenklichen Zustand des ehemaligen Nationalspielers widerspiegelt.

Der 32-Jährige gesteht, dass er Angst vor einem Anschlag auf sein Leben hat. "Ich sage Ihnen, wenn einer versucht, meiner Familie etwas anzutun, höre ich auf, Fußball zu spielen. Ich werde meine Familie beschützen. Und wenn einer versucht, meinen Kindern etwas anzutun, kann ich für nichts garantieren."

Als Begründung seiner Angst scheut der Freistoßspezialist den Vergleich zum Taxifahrer nicht, der für 200 Mark umgebracht würde: "Ich bin eine Person der Öffentlichkeit - ich muss doch damit rechnen, dass mich einer wegen Geld umbringt." Deshalb habe er niemals mehr als 700 Mark Bargeld bei sich.


Auch von seinen Mitspielern erwartet Basler nichts Gutes. "50 Prozent der Spieler hassen mich", erklärt Basler den drei Fragestellern aus dem Springer-Verlag und bringt dabei seinen Status auf der Fußballbühne auf den Punkt. "Bei den Zuschauern ist das genauso. Die Hälfte der Fans würde mich am liebsten auf den Mond schießen - ohne Rückfahrkarte!"


Auch eine Rückkehr in die Nationalmannschaft ist für "Super-Mario" ausgeschlossen. Er sei von Teamchef Rudi Völler enttäuscht, sagte Basler. Völler habe angekündigt, ihn anzurufen, es aber bis heute nicht getan. Dabei scheut Basler selbst den Vergleich mit Englands Superstar David Beckham nicht: "Er kann nicht so gut flanken wie ich zu meiner Glanzzeit." Auf den Vorwurf hin, er habe sein Talent verschleudert, räumt Basler ein: "Sicher hätte ich mehr erreichen können."

"Super-Mario" fühlt sich als Opfer


Durch seine Status als Superstar fühlt sich Basler als ein Opfer, das in Klatschspalten missbraucht wird. "Es ist doch das Einfachste, jemanden reinzulegen. Im "Maximilians" (Münchner Promi-Diskothek, Anmerkung der Red.) zum Beispiel. Da musst du dich als Prominenter nicht mal ausziehen."

Zum Abschluss des Gesprächs, dass in der kommenden Woche eine Fortsetzung erfahren wird, kommentiert Basler auch das jüngste Thema der Boulevardpresse, den berüchtigten Samenraub und den "Rosenkrieg bei den Beckers". "Mal ehrlich", so Basler, "wenn diese Russin damals genauso hässlich war wie heute auf den Fotos, dann hat's Boris nicht besser verdient. Ich weiß zwar nicht, was er alles getrunken hat - vielleicht hat er sie mit Babs verwechselt."


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