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Timo Hildebrand: Der Spanien-Legionär konnte in seinem sechsten Länderspiel überzeugen. Beim Gegentreffer war er schuldlos. Verhinderte in der 12. Minute das mögliche 0:2 gegen Marica, darüberhinaus einige ordentliche Paraden.

Roberto Hilbert: Als Rechtsaußen in der Viererkette verschenkt. Kam in seiner neuen Rolle trotz Steigerung nach der Pause nicht zurecht. Bei seinen Flankenläufen ohne Effektivität. Höchststrafe in der 39. Minute, als Mutu ihm im Strafraum einen Beinschuss verpasste.

Manuel Friedrich: Blasse Darbietung des Leverkuseners, der gegen die flinken rumänischen Stürmer meist einen Tick zu spät kam. Verhinderte in der 22. Minute aber mit beherztem Einsatz gegen Marica einen weiteren Gegentreffer.

Christoph Metzelder: Im Gegensatz zum Wales-Spiel mit vielen Fehlern im Abwehrzentrum und im Spiel nach vorne. Hob vor dem 0:1 das Abseits auf, konnte als Organisator der Defensive diesmal nicht überzeugen. Musste zur Pause in der Kabine bleiben.

Marcell Jansen: In der Defensive unsicher und mit vielen schlechten Hereingaben. Ließ seinem Gegenspieler zu viel Platz. Gute Szene in der 20. Minute, als er im Strafraum mit einem Schuss knapp scheiterte. Nach 45 Minuten war Schluss.

Thomas Hitzlsperger: Zwei stramme Schüsse vor der Pause, ansonsten trotz großen Bemühens mehr Schatten als Licht. Kein Vergleich zu seiner Leistung in Wales. Durfte zur Pause in der Kabine bleiben.

Bernd Schneider: In seinem 80. Länderspiel lief bei dem Kapitän zunächst nichts zusammen. Haarsträubende Abspielfehler, schlechte Flanken und kaum gewonnene Zweikämpfe. Auch nach seinem vierten Länderspieltreffer in der 42. Minute platzte der Knoten nicht. Nach einer Stunde von Odonkor abgelöst.

Piotr Trochowski: Bemüht, aber ohne Durchsetzungskraft. Bei seinen Dribblings zumeist zweiter Sieger. In dieser Form kein EM-Kandidat.

Bastian Schweinsteiger: Nach der Glanzleistung von Cardiff diesmal mit der Chefrolle lange Zeit überfordert. Bereitete aber mit einer perfekten Flanke den Ausgleich vor riss nach dem 2:1 das Spiel an sich.

Lukas Podolski: Riesenchance in der 26. Minute, als sich der frühere Kölner im Abseits wähnte und zu spät reagierte. Vergab zudem vier Minuten nach der Pause das mögliche 2:1, als er gegen Torwart Comann Nerven zeigte. Bekam in der Schlussphase deutlich mehr Sicherheit und krönte einige gute Aktionen mit dem Treffer zum 3:1.

Patrick Helmes: In seinem ersten Länderspiel von Beginn hatte der Lokalmatador zunächst nur wenige gute Szenen, was auf mangelnde internationale Erfahrung zurückzuführen war. Nach der erstmaligen Führung konnte der Zeitligaprofi seine Torgefährlichkeit aber mehrmals andeuten, verpasste nur knapp sein erstes Länderspieltor.

Arne Friedrich: Rückte nach dem Seitenwechsel ins Abwehrzentrum, wo er aber zunächst nicht zur Stabilität beitragen konnte. Nach der Führung in seinen Aktionen aber deutlich sicherer.

Gonzalo Castro: Kam nach der Pause für Jansen und löste seine Aufgabe bis auf einen Stellungsfehler prima.

Simon Rolfes: Für Hitzlsperger gekommen konnte der Leverkusener im Mittelfeld nicht die erhofften Akzente setzen.

David Odonkor: Kam für Bernd Schneider in der 60. Minute und erzielte fünf Minuten später im 12. Einsatz für Deutschland sein erstes Länderspieltor, als er sich nach feiner Einzelleistung ein Herz fasste. Der Joker brachte nicht nur wegen seines Treffers frischen Wind.

fsc/sid