Testspiele vor der WM Frankreich feiert Schützenfest - Italien offensiv verbessert
Frankreichs Fußballer feiern: Schützenfest im Testspiel gegen Jamaika
Foto: PASCAL ROSSIGNOL/ REUTERSLille/Rio de Janeiro - Frankreich hat den Schock des WM-Ausfalls von Superstar Franck Ribéry dabei glänzend verdaut. Zwei Tage, nachdem Europas Fußballer des Jahres wegen chronischer Rückenbeschwerden seine Endrunden-Teilnahme abgesagt hatte, feierten die Franzosen in Lille mit einem 8:0 (3:0) gegen Jamaika mit Trainer Winfried Schäfer eine perfekte WM-Generalprobe. Die Elf von Coach Didier Deschamps tankte eine Woche vor dem Auftakt gegen Honduras jede Menge Selbstvertrauen.
Sollte es bei den Franzosen Frust über das Ribéry-Aus gegeben haben, schossen sie ihn sich am Sonntag von der Seele. Yohan Cabaye (17.), Blaise Matuidi (21./66.), Karim Benzema (38./63.), Olivier Giroud (53.) und Antoine Griezmann (77./89.) erzielten in Lille die Tore. Die Gäste aus der Karibik waren mit dem schnellen Kombinationsspiel der Franzosen überfordert und präsentierten sich als dankbarer Aufbaugegner.
BVB-Neuzugang Ciro Immobile hat Italiens Nationalmannschaft in ihrem letzten Testspiel vor der Fußball-WM in Brasilien zu einem klaren Sieg geführt. Das Team von Trainer Cesare Prandelli gewann am Sonntagabend (Ortszeit) in Rio de Janeiro 5:3 (2:2) gegen den brasilianischen Club Fluminense. Mann des Spiels war der zur neuen Saison zu Borussia Dortmund wechselnde Stürmer Immobile, der drei Tore erzielte und zwei weitere vorbereitete.
Prandelli schonte zunächst etliche Stammspieler
Der 24-Jährige traf nach einem Freistoß per Kopf (32. Minute), mit einem Abstauber (54.) und nach einem Pass von Thiago Motta (56.). Die zwei weiteren Treffer erzielte Angreifer Lorenzo Insigne vom SSC Neapel (23./57.), Immobile hatte jeweils die Vorlage gegeben. Für Fluminense glichen Chiquinho (25.) und Carlinhos (38.) zunächst zweimal aus, den dritten Treffer erzielte Matheus Carvalho (65.).
Prandelli schonte gegen den brasilianischen Erstligisten zunächst zahlreiche Stammspieler und wechselte in der zweiten Halbzeit fast die gesamte Mannschaft aus. Italien zeigte sich im Vergleich zu den zwei vorherigen enttäuschenden Testspielen gegen Irland (0:0) und Luxemburg (1:1) vor allem offensiv verbessert, leistete sich aber erneut viele Fehler in der Defensive. Die Azzurri starten am Sonntag (0.00 Uhr/MESZ) mit der Partie gegen England in die WM.