Abschied: Effenberg hat genug von Deutschland - DER SPIEGEL
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Abschied Effenberg hat genug von Deutschland

Bayern-Kapitän Stefan Effenberg wird München nach dieser Saison verlassen und will seine Karriere im Ausland fortsetzen. Hierzulande gefällt es dem 33-Jährigen nicht mehr.
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Marbella - "Definitiv kann ich sagen, dass ich nicht in Deutschland wechseln werde", verriet Effenberg, der sich über den möglichen neuen Wohn- und Arbeitsort aber in Schweigen hüllt. "Wichtig ist für mich, dass meine Familie und ich wissen, wo es hingeht." London stand in der Vergangenheit oben auf der Wunschliste. Zuletzt jedoch verhandelte der Mittelfeldspieler mit dem spanischen Zweitligisten Atletico Madrid.

Seinen Abschied vom FC Bayern München und der Bundesliga will Effenberg mit einer historischen Leistung krönen. "Das oberste Ziel von mir und der Mannschaft ist, mit dem Gewinn der vierten deutschen Meisterschaft hintereinander in die Geschichte einzugehen", sagte Effenberg am Freitag im Bayern-Trainingslager in Marbella.

Ein Karriere-Ende nach Auslaufen seines Vertrages in München am 30. Juni dieses Jahres schloss der ehemalige Nationalspieler kategorisch aus. "Ich werde definitiv weiter Fußball spielen", versicherte Effenberg. Die Bundesliga reize ihn nicht mehr, vielmehr habe er genug von der deutschen Neid-Gesellschaft und dem öffentlichen Rummel um seine Person. Viele Geschichten in den Medien über ihn seien "erstunken und erlogen" gewesen.

Kein Auslaufmodell


"Wenn man schlecht spielt, darf man kritisiert werden. Aber es gibt private Dinge, da habe ich ein Problem", erläuterte Effenberg. Gemeinsam mit seiner Frau und Managerin Martina will er in wenigen Monaten die Konsequenzen ziehen: "Ich habe lange genug in Deutschland gespielt. Es ist für mich an der Zeit, ins Ausland zu gehen." Bereits von 1992 bis 1994 spielte Effenberg in Italien für den AC Florenz.

Als Auslaufmodell will der machtbewusste Kapitän seine Ära beim FC Bayern keineswegs beschließen. Dass er an der Costa del Sol wegen Rückenproblemen nur sporadisch am Mannschaftstraining teilnehmen konnte, was Manager Uli Hoeneß "bedenklich" nennt, beunruhigt ihn nicht. "Ich weiß schon, was ich machen muss, um fit zu sein", beschwichtigte der Spielmacher.

Einem möglichen Autoritätsverlust bei den Kollegen will Effenberg frühzeitig begegnen. "Das werde ich nicht zulassen. Ich habe ein absolutes Ziel, die vierte Meisterschaft. Wenn sich da einer querstellt, wird es reichlich Ärger geben", warnte Effenberg.

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