Abschiedsgedanken: Kahn reizt Wechsel ins Ausland - DER SPIEGEL
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Abschiedsgedanken Kahn reizt Wechsel ins Ausland

Beim FC Bayern München hat Oliver Kahn in sportlicher Hinsicht alles erreicht. Deshalb könnte sich der Nationalmannschaftskapitän auch vorstellen, demnächst im Ausland zu spielen. Mit der jüngsten Berichterstattung über sein Privatleben hat Kahns derzeitige Aufbruchstimmung allerdings nichts zu tun.
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München - Oliver Kahn hat erneut bestätigt, dass ein Wechsel ins Ausland für ihn ein konkretes Thema ist. "Es ist ja kein Geheimnis, dass ich bei Bayern mehrfach alles erreicht habe, was man erreichen kann. Dann fragt man sich schon: Wo kannst du dir noch mal den Kick geben?", schrieb der Keeper von Bayern München in einem Beitrag für die Zeitschrift "Sport-Bild": "Ich spiele jetzt meine neunte Saison, habe viel Kraft investiert. Aber wenn du im Ausland bist, musst du dich noch mal ganz von vorne beweisen. Du fängst bei null an. Es kann schon sein, dass dies neue Möglichkeiten eröffnet." Bereits während der Vorbereitungen zum DFB-Länderspiel gegen Litauen im März hatte Kahn angedeutet, dass er nicht für ewig mit dem FC Bayern München verbunden sei und er sich einen Wechsel ins Ausland vorstellen könnte.

Der 33 Jahre alte Welttorhüter, der trotz eines Vertrags bis 2006 beim deutschen Rekordmeister zuletzt vom FC Barcelona umworben wurde, hat nach eigenen Angaben zahlreiche Angebote vorliegen. Er "habe viele Gelegenheiten gehabt, ins Ausland zu gehen, genauso wie ich sie jetzt habe", unterstrich Kahn, der seit 1994 für die Bayern aktiv ist.

Ein Wechsel solle aber gründlich überlegt sein, wobei das Geld nicht im Vordergrund stehe. "Bayern erfüllt alles, kann in den nächsten drei Jahren wieder die Champions League gewinnen. Wenn man woanders hingeht, sollte man das sorgfältig überlegen. Es geht nur um die Frage des Leistungsniveaus. Geld kann keine Motivation sein. Ich kann nicht wesentlich mehr verdienen als in München, wo ich schon sehr gut bezahlt werde", so Kahn, der jährlich rund 7,65 Millionen Euro (inclusive Werbeeinnahmen) kassieren soll.

Seine Abschiedsgedanken hätten aber nichts mit den Schlagzeilen über sein Privatleben zu tun, stellte der Torwart klar: "Wenn ich jemals im Ausland spielen sollte, dann bestimmt nicht wegen der Medien. So viel Einfluss können die auf mich gar nicht haben, um mich aus dem Land zu treiben. Wenn ich gehe, dann nur wegen der sportlichen Herausforderung."

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