Affront gegen Lehmann: Arsenal sucht neuen Keeper - DER SPIEGEL
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Affront gegen Lehmann Arsenal sucht neuen Keeper

Nach dem überraschenden Aus des FC Arsenal in der Champions League gegen den Londoner Rivalen FC Chelsea hat Coach Arsene Wenger offenbar das Vertrauen in Jens Lehmann verloren. Um den Meister-Cup zu gewinnen, benötige man einen Top-Torwart, so der Franzose. Angeblich ist Wenger schon fündig geworden.
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London - Im englischen Premier-League-Club Arsenal London wird die Kritik am deutschen Fußball-Nationaltorwart Jens Lehmann immer lauter. Nach dem Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen den FC Chelsea, an dem Lehmann mit zwei Fehlern maßgeblichen Anteil hatte, scheint auch das Vertrauen von "Gunners"-Coach Wenger in seine Nummer eins geschwunden zu sein.

"Wenn wir in der nächsten Saison die Champions League gewinnen wollen, dann müssen wir einen absoluten Top-Mann zwischen den Pfosten haben", wird Wenger in der britischen Boulevardzeitung "The Sun" zitiert. Der Coach soll deswegen bereits mit dem finnischen Nationalkeeper Antti Niemi Kontakt aufgenommen haben.

Der 31-jährige Niemi steht bei Arsenals Ligakonkurrenten FC Southampton unter Vertrag, könnte aber für eine Ablöse von umgerechnet 7,5 Millionen Euro im Sommer den Verein verlassen. Schon vor 18 Monaten stand Niemi auf der Wunschliste der "Gunners". Damals allerdings war Wenger nicht bereit, die Ablösesumme von umgerechnet drei Millionen Euro an Niemis früheren Arbeitgeber Hearts of Midlothian in Schottland zu entrichten. Der Finne wechselte daraufhin nach Southampton.

Lehmann war im Sommer vergangenen Jahres für umgerechnet 3,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund auf die Insel gewechselt, wo er bei Arsenal einen Vertrag bis 2006 unterschrieb. Der 17-malige Nationalspieler hatte mit guten Leistungen dazu beigetragen, dass sich Arsenal an die Tabellenspitze setzen konnte und zwischenzeitlich sogar vom Triple träumen durfte.

Innerhalb von 82 Stunden wurde dieser Traum aber zerstört. Zunächst unterlag der Club aus dem Norden Londons im FA-Cup-Halbfinale gegen Manchester United am vergangenen Samstag mit 0:1, am Dienstag folgte durch das 1:2 gegen Chelsea der K.o. in der Champions League. Lehmann hatte in diesem Match den 1:1-Ausgleichstreffer durch Frank Lampard (51.) verschuldet, nachdem er bereits im Hinspiel gepatzt hatte. Die englische Presse war anschließend mit dem 34-Jährigen hart ins Gericht gegangen und hatte den Ex-Schalker verhöhnt. "Die Deutschen gaben der Welt Beethoven, Claudia Schiffer und Michael Schumacher. Arsenal bekam traurigerweise Jens Lehmann", ätzte das "The Sun".