Afrika-Cup: Mit Handschellen ins Finale - DER SPIEGEL
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Afrika-Cup Mit Handschellen ins Finale

In seinem Halbfinalspiel hatte Kamerun, WM-Gegner der deutschen Fußball-Nationalelf, nur Probleme mit den so genannten Sicherheitskräften. Gegner der Mannschaft von Trainer Winnie Schäfer ist überraschend nicht Nigeria, das sein Semifinale verlor.
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Bamako - Im Halbfinale des Afrika-Cups kam der von Winfried Schäfer trainierte Titelverteidiger Kamerun am Donnerstag in Bamako zu einem ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg gegen Gastgeber Mali. Zweifacher Torschütze war der beim französischen Erstligisten Olympique Marseille unter Vertrag stehende Salomon Olembe (40./45.). Sein Teamkollege Marc Foe (84.), der in der englischen Premiership für West Ham United kickt, sorgte für den Endstand. Endspielgegner der "unzähmbaren Löwen" ist am Sonntag Senegal. In dem Duell zweier WM-Teilnehmer bezwangen die Westafrikaner trotz numerischer Unterlegenheit ab der 37. Minute Nigeria mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung.

Schäfer-Assistent verprügelt

Vor der Partie Kamerun gegen Mali präsentierte sich der Afrika-Cup von seiner etwas anderen Seite. Es kam zu einem handfesten Eklat: Einer der Assistenten von Kameruns deutschem Nationaltrainer Winnie Schäfer, Thomas Nkono, wurde bei der Platzbesichtigung von rund einem Dutzend Polizisten gepackt, zu Boden geworfen und mit Handschellen vom Platz geführt. Schäfer eilte seinem Torwarttrainer zur Hilfe und forderte Journalisten und Fotografen auf, den Vorfall zu dokumentieren. "So etwas habe ich noch nie gesehen", sagte der empörte deutsche Coach, der nach dem Zwischenfall damit gedroht hatte, seine Mannschaft in der Kabine zu lassen.

Das Finale des Afrika-Cups zwischen Kamerun und Senegal findet am Sonntag (17 Uhr MEZ) statt. Zuvor stehen sich am Samstag (17 Uhr) im Spiel um Platz drei Mali und Nigeria gegenüber.