Ailton-Tirade: "Bayern sind Stänkerer" - DER SPIEGEL
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Ailton-Tirade "Bayern sind Stänkerer"

Das Fernduell zwischen Bremen und Bayern um die deutsche Fußball-Meisterschaft nimmt auch neben dem Platz an Schärfe zu. In deftigen Worten wirft Werder-Torjäger Ailton den Bayern-Verantwortlichen schlechten Stil im Titelkampf vor. Auch die Schalker werden die jüngsten Aussagen ihres Neuzugangs nicht gerne hören.
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Bremen - Ailton wehrte sich gegen Bemerkungen von Bayern-Verantwortlichen, wonach den Bremer Spielern angesichts des schrumpfenden Vorsprungs im Kampf um die Meisterschaft die Nerven versagen könnten. In einem Interview mit der morgigen Ausgabe der "Welt" sagte der Brasilianer: "Es ist das Gejaule des Schwächeren und Zweitplatzierten, dem mit sechs Punkten Rückstand nichts anderes bleibt als das schmutzige Geschäft der Stänkerei. Wir haben immer noch einen komfortablen Vorsprung, wir halten alles in unseren Händen." Am Wochenende empfängt Bremen den Hamburger SV, Bayern München ist beim Tabellenletzten Köln zu Gast.

Keine Lust auf UI-Cup

Außerdem kündigte der mit 25 Treffern bisher erfolgreichste Bundesliga-Stürmer dieser Saison an, nicht für seinen zukünftigen Club Schalke 04 im UI-Cup spielen zu wollen. "Entweder kommt Schalke direkt in den Uefa-Cup oder gar nicht. Auf den UI-Cup habe ich keine Lust", wird Ailton in der morgen erscheinenden "Sport Bild" zitiert, "der UI-Cup gehört abgeschafft. Kein Fußballer mag diesen Wettbewerb."

Wie es sich anhört, müssen sich die Gelsenkirchener darauf einstellen, dass Ailton seinen Dienst verspätet antritt. "Mein Vertrag mit Werder läuft bis zum 30. Juni", sagte Ailton, "und klar ist auch, dass ich auf jeden Fall vier Wochen Urlaub in Brasilien brauche. Außerdem trainiere ich durch das Pokalfinale sowieso viel länger als die Schalker. Und mal sehen, was dann noch so passiert." Auch bei Werder war der Stürmer mehrfach zu spät aus seinem Heimaturlaub Brasilien zum Trainingsbeginn gekommen.

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Revierverweigerer Ailton: So schön ist Gelsenkirchen

Foto: DPA

"Ich wollte immer Champions League spielen oder wenigstens im Uefa-Cup. Jetzt klappt das wieder nicht. Das macht mich schon ziemlich traurig", sagte der Schalker in spe der "Welt". In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Werder-Geschäftsführung, Jürgen L. Born, habe er diesem erklärt, dass er bedaure, dass Bremen ihn nicht gehalten habe. Aber er wolle nicht wieder missverstanden werden, so Ailton: "Ich akzeptiere meinen Vertrag mit Schalke, ich respektiere alle, die dort arbeiten, spielen und ins Stadion gehen. Aber keiner kann mir nehmen, dass ich auch fühle. Und es ist wohl das Normalste, wenn man mit einer gefällten Entscheidung hadert."

Vor wenigen Wochen hatte der 30-Jährige mit kritischen Aussagen über Gelsenkirchen für Schlagzeilen gesorgt.

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