Ailtons WM-Träume: Katars erfolgreicher Lockruf - DER SPIEGEL
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Ailtons WM-Träume Katars erfolgreicher Lockruf

Weil im brasilianischen Nationalteam kein Platz für ihn ist, ist Werders Stürmerstar Ailton auf das Lockangebot aus Katar eingegangen. Nächste Woche wird er zur Vertragsunterschrift auf der arabischen Halbinsel erwartet. Über die Verpflichtung von Miroslav Klose hat sich der sprintstarke Linksfuß dagegen irritiert geäußert.
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Bremen - "Nach dem Spiel am Sonntag bei 1860 München fliege ich nach Katar und werde dort einen Vertrag unterschreiben", erklärte der Brasilianer gegenüber der "Kreiszeitung Syke". Mit der Nationalmannschaft von Katar hofft Ailton sich für die Fußball-WM 2006 in Deutschland zu qualifizieren. Das Angebot wurde dem 30-Jährigen mit einem saftigen Handgeld und einem Jahresgehalt von 400.000 Euro versüßt. "Wenn mir ein Scheich eine Million Euro dafür bietet, dass ich meinen Pass mitbringe, würde ich dafür auch einen Platz im Sakko finden", kommentierte Werders Vorstandsvorsitzender Jürgen L. Born die Pläne des Torjägers. Sollte sich Ailton tatsächlich entschließen, Katarer zu werden, könnte er bereits am 31. März beim WM-Qualifikationsspiel gegen Jordanien sein Länderspiel-Debut gegeben.

Bei seinem Arbeitgeber für die kommende Saison, Schalke 04, nahm man Ailtons Träume von einer internationalen Karriere mit Gelassenheit auf. "Für uns gilt weiter, dass wir uns in dieser Woche mit Ailtons Berater treffen, um diese Sache zu besprechen. Viel schlimmer wäre es, wenn er brasilianischer Nationalspieler würde. Die müssen allein 18 WM-Qualifikationsspiele bestreiten. Ich gehe davon aus, dass Katar in der WM-Qualifikation nicht weit kommen wird", sagte Schalke-Manager Rudi Assauer, der noch vor wenigen Tagen Ailtons Pläne heftig kritisiert hatte ("Das passt uns überhaupt nicht").

Ismael winkt ab


Ailtons Bremer Teamkollege Valerien Ismael hingegen widerstand der Verlockung aus Katar. Wie Ailton hatten die Araber den Franzosen mit einem Handgeld und Jahresgehalt geködert. "Die Belastung wäre mir zu groß und außerdem ist Katar nicht mein Land. Für mich steht Werder im Vordergrund", sagte der 28-Jährige zur Begründung. Auch Dortmunds brasilianischem Verteidiger Dede liegt ein Angebot aus Katar vor.

Etwas verwundert wurde in Bremen die Reaktion Ailtons auf den Klose-Transfer registriert. "Für mich war kein Geld da, ich wäre für weniger Gehalt in Bremen geblieben", wird Ailton in der Kreiszeitung Syke zitiert. Ein Vorwurf, gegen den sich Dr. Franz Böhmert, Vorsitzender des Aufsichtsrates, umgehend zur Wehr setzte: "Wir haben einen Klose-Transfer in dieser Größenordnung im Oktober vergangenen Jahres für absurd gehalten." Der gebürtige Pole kostet die Norddeutschen eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro, das Jahressalär soll leistungsbezogen zwischen 1,8 und 2,5 Millionen Euro liegen.

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