Ajax - Feyenoord: Hooligans attackieren Spieler - DER SPIEGEL
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Ajax - Feyenoord Hooligans attackieren Spieler

Die Feindschaft zwischen den Anhängern von Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam ist im Duell der Reserveteams eskaliert. Ajax-Hooligans stürmten das Spielfeld und prügelten Gästespieler Jorge Acuna krankenhausreif. Selbst Ajax-Legende Marco van Basten konnte den Mob nicht zur Räson bringen.
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Amsterdam - Eine Woche nachdem 53 Fans am Rande des Erstligaspiels zwischen Ajax und Feyenoord festgenommen worden waren, kam es gestern Abend bei einem Aufeinandertreffen in der Reserverunde erneut zu schweren Ausschreitungen.

Einige Dutzend Ajax-Anhänger griffen nach dem 3:1-Heimsieg Spieler der gegnerischen Mannschaft auf dem Feld an. Die Fußballer seien geschlagen und getreten worden, berichtete die Polizei. Der aus Chile stammende Rotterdamer Mittelfeldspieler Jorge Acuna wurde mit Verletzungen an Kopf, Nacken und Rippen ins Krankenhaus gebracht.

"Es war das totale Chaos. Ich rannte um mein Leben", klagte Rotterdams Trainer Mario Been. Auch Ajax-Legende van Basten, heute Coach des Amsterdamer Reserveteams, konnte die Hooligans nicht stoppen.

Für die Sicherheit während des Spiels mit 3500 Zuschauern auf einem Nebenplatz des Ajax-Stadions waren zehn Polizisten und 25 Ajax-Ordner eingesetzt. Obwohl es früher schon Krawalle bei Treffen beider Clubs gegeben hatte, sei das Spiel vorab nicht als Risiko-Begegnung eingestuft worden. Im März 1997 war ein Ajax-Anhänger nach, von beiden Fangruppen organisierten, Krawallen in Beverwijk ums Leben gekommen.

Die Randalierer konnten nach Angaben der Polizei entkommen. Die Ordnungshüter suchten heute nach Amateuraufnahmen von den nur wenige Minuten dauernden Krawallen. Hooligans hatten verhindert, dass Fernsehteams filmen konnten.

Der niederländische Fußballverband KNVB kündigte eine Untersuchung sowie Sanktionen gegen Ajax Amsterdam an. Anhänger von Feyenoord drohten mit Rache. Wegen der Krawalle hat die Stadt Amsterdam Feierlichkeiten abgelehnt, falls Ajax Amsterdam am Sonntag vorzeitig Meister werden sollte. Aus Sorge um etwaige Übergriffe durch Hooligans aus Rotterdam will der Amsterdamer Club seinen Spielern Bodyguards zur Verfügung stellen.