Andersson-Verkauf: Wird Bayern-Trainer Hitzfeld umgangen? - DER SPIEGEL
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Andersson-Verkauf Wird Bayern-Trainer Hitzfeld umgangen?

Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß soll Abwehrspieler Patrick Andersson die Freigabe für einen Vereinswechsel erteilt haben - ohne vorher Trainer Ottmar Hitzfeld darüber zu informieren.
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München - Andersson soll per Telefonat Manager Uli Hoeneß in dessen Urlaubsquartier an der Cote D'Azur gebeten haben, ihn für einen anderen Club freizugeben, meldet die Münchener "Abendzeitung". Daraufhin habe Hoeneß fernmündlich Rücksprache mit dem auf Sylt weilenden Vizepräsidenten Karl-Heinz Rummenigge sowie Präsident Franz Beckenbauer in Kitzbühel gehalten.

Hitzfeld ausgespart

Unisono kam das Trio zu dem Ergebnis, Andersson bei einem Wechsel keine Steine in den Weg legen zu wollen und teilte dem Spieler dies mit. Trainer Ottmar Hitzfeld hingegen wurde - obwohl in seinem Urlaubsdomizil auf Ibiza telefonisch erreichbar - von den Vorgängen um Patrik Andersson nicht unterrichtet. Laut "Abendzeitung" sprechen einige Anhaltspunkte dafür, dass dies nicht etwa aus Schusseligkeit der Vorstandsetage geschah, sondern dass vielmehr Kalkül dahinter gesteckt habe.

Transfer ein wirtschaftlicher Gewinn

Einem Transfer seines Abwehrchefs hätte Hitzfeld aus sportlichen Gründen keinesfalls zugestimmt. Jedoch scheinen im Management der Bayern die wirtschaftlichen Aspekte eines Transfer des 28-Jährigen schwerer ins Gewicht zu fallen: Angeblich soll der FC Barcelona eine Ablösesumme in Höhe von 15 Millionen Mark für Andersson geboten haben. Zudem hatte sich vor allem Präsident Beckenbauer nicht immer nur positiv über das Leistungsvermögen des Schweden geäußert.