Andreas Brehme: »Ciao Andy, für immer eine Legende« - Reaktionen auf seinen Tod - DER SPIEGEL
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Reaktionen zum Tod von Andreas Brehme »Ciao Andy, für immer eine Legende«

Der deutsche Fußball zeigt sich bestürzt über den plötzlichen Tod von Andreas Brehme. Reaktionen kommen von Weggefährten aus dem In- und Ausland. Darunter auch von Klubs, für die er nie spielte.
Weltmeister Andreas Brehme starb am Dienstag überraschend im Alter von 63 Jahren
Weltmeister Andreas Brehme starb am Dienstag überraschend im Alter von 63 Jahren

Weltmeister Andreas Brehme starb am Dienstag überraschend im Alter von 63 Jahren

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HJS / IMAGO

Die Nachricht vom überraschenden Tod von Weltmeister Andreas Brehme erschüttert den deutschen Fußball. Frühere Klubs und Weggefährten reagieren mit Trauer und Bestürzung. Zu den Ersten, die der Familie kondolierten, gehörte auch Brehmes früherer Klub FC Bayern München, mit dem er 1987 deutscher Meister geworden war.

»Der FC Bayern ist zutiefst erschüttert vom plötzlichen Tod von Andreas Brehme. Der deutsche Rekordmeister ist in Trauer vereint mit den Angehörigen und Freunden. Wir werden Andreas Brehme immer in unseren Herzen behalten. Als Weltmeister und mehr noch als einen ganz besonderen Menschen«, teilte Bayern mit: »Er wird immer ein Teil der FC Bayern-Familie sein. Ruhe in Frieden, lieber Andi!«

Auch Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß reagierte bestürzt: »Ich bin unfassbar traurig über diese schockierende Nachricht. Niemand von uns wird Andreas Brehme jemals vergessen – weil er mehr ist als ein 1:0 im WM-Finale von Rom. Wir haben einen großartigen Menschen und einen treuen Freund verloren«.

»Andi war ein großartiger Teamplayer«

Karl-Heinz Rummenigge, der mit Brehme zusammen in der Nationalmannschaft gespielt hatte, zeigte sich »tief betroffen und geschockt. Wir haben zusammen die WM 1986 in Mexiko gespielt, und Andi war ein großartiger Teamplayer, extrem loyal und zuverlässig. Seine Lebensfreude war immer ansteckend, und dass er mit 63 schon von uns gehen musste, stimmt mich sehr traurig«, sagte Rummenigge.

Der Deutsche Fußball-Bund würdigte Brehme mit emotionalen Worten. »Ich kann es gar nicht glauben. Die Nachricht von Andreas' plötzlichem Tod macht mich unendlich traurig«, sagte Rudi Völler, Direktor der A-Nationalmannschaft und langjähriger Weggefährte von Brehme: »Andi war unser WM-Held, aber für mich noch viel mehr - er war mein enger Freund und Begleiter bis zum heutigen Tag.«

Inter Mailand spielt mit Trauerflor

Brehmes wunderbare Lebensfreude werde ihm fehlen, fügte Völler an: »Meine Gedanken sind nun bei seinen Hinterbliebenen, seinen Freunden, vor allem bei seinen beiden Söhnen. Ich wünsche ihnen allen viel Kraft.«

Auch der 1. FC Kaiserslautern, mit dem er 1998 sensationell als Bundesligaaufsteiger Meister wurde, äußerte sich bestürzt. »Der FCK trauert um Andreas Brehme«, schrieben die Pfälzer. »Er trug insgesamt zehn Jahre das Trikot der Roten Teufel, wurde mit dem FCK Deutscher Meister und Pokalsieger. 1990 schoss er die Deutsche Nationalmannschaft mit seinem Elfmeter zum WM-Titel und wurde endgültig zur Fußball-Legende.« Dazu postete der Klub Bilder von Brehme, die ihn als Spieler und Trainer beim FCK zeigen.

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Auch aus dem Ausland meldeten sich ehemalige Weggefährten zum Tod Brehmes. »Ein großartiger Spieler, ein großer Interista. Ciao Andy, für immer eine Legende«, schrieb Inter Mailand, wo Brehme zusammen mit Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann italienischer Meister und Uefa-Cupsieger wurde. In Italien war Brehme sogar zum Sportler des Jahres gewählt worden. Inter kündigte an, am Abend sein Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid mit einem Trauerflor zu bestreiten.

»Ein Hamburger Jung und WM-Held ist von uns gegangen«, schrieb der Hamburger SV, wo Brehme einst ein Probetraining bestritt, allerdings nie unter Vertrag stand. »Der Familie, den Angehörigen und Freunden drücken wir unser Beileid und Mitgefühl aus. Möge ›Andi‹ in Frieden ruhen!«

Brehme war in der Nacht zu Dienstag nach Angaben seiner Familie an einem Herzinfarkt gestorben. Er wurde nur 63 Jahre alt. Für Deutschland hatte Brehme bei der Weltmeisterschaft 1990 im Finale von Rom gegen Argentinien das Siegtor erzielt.

ara/dpa