Andreas Brehme ist tot: Sein Leben in Bildern - Der WM-Held von Rom - DER SPIEGEL
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Zum Tod von Andy Brehme Der WM-Held von Rom

Weltmeister mit Deutschland, Italiens Fußballer des Jahres, Meister mit Lautern. Andreas Brehme bleibt für sein WM-Siegtor 1990 in Erinnerung, feierte aber auch zahlreiche andere Erfolge. Sein Leben in Bildern.
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In Rom wurde Andreas Brehme 1990 zur Legende, als er im WM-Endspiel gegen Argentinien per Strafstoß zum 1:0 traf und Deutschland zum dritten Mal zum Fußballweltmeister machte. »Im Nu lagen sechs, acht Mitspieler auf mir, aber das merkt man in dem Moment nicht so. Damals waren alle ja noch durchtrainiert und hatten ein paar Kilo weniger als heute«, schrieb Brehme 2007 im SPIEGEL.

Foto: Bongarts / Getty Images
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Brehmes Karriere im Profifußball begann zehn Jahre vor seinem größten Triumph. Zur Saison 1980/81 verschlug es den gebürtigen Hamburger zum 1. FC Saarbrücken. Brehme hockt vorn ganz rechts. Beim Zweitligisten blieb er aber nur eine Saison.

Foto: IMAGO sportfotodienst
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Brehme wechselte danach in die erste Liga zum 1. FC Kaiserslautern, wo er sich schnell durchsetzte. In seiner ersten Bundesligasaison kam er auf 27 Einsätze. Im UEFA-Cup stieß Lautern mit Brehme sogar bis ins Halbfinale vor.

Foto: sportfotodienst / Ferdi Hartung / IMAGO
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Sechs Spielzeiten verbrachte der Linksverteidiger in Kaiserslautern. Dabei wäre er zur Saison 1985/86 fast zurück in seine Heimat zum Hamburger SV gewechselt. Der Wechsel zerschlug sich, auch später spielte Brehme nie für den HSV. Das Foto zeigt ihn zusammen mit seinem Teamkollegen Gerhard Bold.

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Stattdessen klopfte der FC Bayern an und holte Brehme für zwei Millionen Mark nach München. Mehr war bis dahin nie für einen Spielertransfer innerhalb der Bundesliga bezahlt worden. 1987 holte er mit den Bayern den Meistertitel.

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Nach seiner Zeit bei den Bayern ging Brehme in die damals stärkste Liga der Welt: Italiens Serie A. An der Seite seiner Landsleute Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann spielte er für Inter Mailand.

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In Mailand etablierte er sich als einer der besten Verteidiger der Welt. Im Land der Abwehrkünstler wurde er 1989 zum Fußballer des Jahres gewählt, 1991 holte er mit Inter den UEFA-Cup.

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Auch aus der Nationalmannschaft war Brehme damals nicht wegzudenken. 1984 debütierte er für Deutschland, 1986 nahm er an der WM in Mexiko teil, hier zusammen mit Uwe Rahn (l.) und Felix Magath (r.). Damals ging es für die Deutschen bis ins Endspiel – wo sich dann Argentinien um Diego Maradona durchsetzte.

Foto: Herbert Rudel / Sportfoto Rudel / IMAGO
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Die Revanche folgte vier Jahre später in Rom. Rudi Völler wurde in der 85. Minute gefoult und fiel damit als Schütze aus. Lothar Matthäus wollte nicht, also trat Brehme an. »Für uns war wichtig, dass derjenige, der hingeht, voller Selbstbewusstsein ist und den Elfer verwandeln kann. Also ging ich«, erinnerte sich Brehme im SPIEGEL.

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»Rudi Völler kam zu mir und sagte: ›So, den machst du jetzt rein, dann sind wir Weltmeister.‹ ›Na, schönen Dank‹, antwortete ich«, schrieb Brehme über den entscheidenden Moment seiner Karriere. Er traf perfekt ins linke untere Eck, besser kann man einen Elfmeter nicht schießen.

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Der Treffer machte Brehme zur Legende und stellte ihn in eine Reihe mit den anderen deutschen Siegtorschützen in WM-Finals: Helmut Rahn, Gerd Müller, 2014 dann Mario Götze. Hier zeigt sich Brehme Jahre nach dem WM-Finale mit dem Pokal, an seiner Seite Lothar Matthäus. 1994 nahm Brehme an seiner dritten und letzten WM teil, nach dem Aus im Viertelfinale trat er aus der Nationalmannschaft zurück.

Foto: sportfotodienst / HJS / IMAGO
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Auf Klubebene folgte nach seiner Zeit bei Inter Mailand ein Intermezzo bei Real Saragossa, ehe Brehme zur Saison 1993/94 nach Kaiserslautern zurückkehrte. Eigentlich dachte er ans Karriereende, stieg aber 1996 mit dem FCK aus der Bundesliga ab. So wollte er nicht aufhören. Als Kapitän führte er Kaiserslautern sofort zurück in die erste Liga. Im Jahr darauf wurde Kaiserslautern sensationell als Aufsteiger Meister. Brehme war damals schon kein Stammspieler mehr und beendete 1998 seine aktive Karriere.

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Seine Karriere als Trainer verlief weniger glorreich. Von 2000 bis 2002 arbeitete er als Teammanager in Kaiserslautern, erreichte sogar das Halbfinale des Uefa-Cups. Nachdem er zweimal in Folge das internationale Geschäft verpasst hatte, musste Brehme nach schwachem Beginn der Saison 2002/03 gehen.

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Beim VfB Stuttgart arbeitete er noch als Co-Trainer von Giovanni Trapattoni, nach nicht mal einem Jahr war Anfang 2006 aber auch dort Schluss. Auch seine Station in Unterhaching zuvor hatte schnell geendet. Danach war Brehme nicht mehr als Trainer tätig.

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Brehme war bis zum Schluss einer der engsten Vertrauten von Franz Beckenbauer, seinem Teammanager beim WM-Sieg 1990. Im Januar nahm er in der Münchner Allianz Arena an der Trauerfeier für Beckenbauer teil.

Foto: Karsten Lauer / foto2press / IMAGO
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Mit seiner Lebensgefährtin Susanne Schaefer lebte Brehme bis zuletzt vorwiegend in München. Dort starb er in der Nacht auf Dienstag an einem Herzstillstand.

Foto: Gisela Schober / Getty Images
kjo

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