WM-Finale Real soll Di María zu Spielverzicht aufgefordert haben
Ángel Di María: "Ich habe den Brief zerrissen"
Foto: AP/dpaHamburg - Im Testspiel gegen Deutschland (4:2) hat Ángel di Maria mal wieder gezeigt, was für ein guter Fußballer er ist. Schnell, trickreich, fantastische Technik - so einen Di María hätte Argentinien auch im WM-Finale gegen das DFB-Team gebrauchen können. Doch da saß der 26-Jährige nur auf der Bank. Grund war eine Muskelverletzung im Oberschenkel, die er sich im Viertelfinale zugezogen hatte.
Kein Grund war laut Di María aber der Brief, den ihm sein damaliger Verein nach Brasilien geschickt hatte und der eine klare Botschaft enthielt.
Der Spieler, inzwischen von Real Madrid zu Manchester United gewechselt, erzählte nun in einem Interview mit dem Sender Radio América, der spanische Klub habe ihn in dem Brief aufgefordert, im Finale nicht zu spielen. "Ich habe ihn zerrissen", sagte Di María. Ein Einsatz im Endspiel hätte bedeuten können, dass die Verletzung sich noch verschlimmert und Di María lange ausgefallen und an eventuelle Interessenten nicht mehr für so viel Geld zu verkaufen gewesen wäre.
"Das Schlimmste, was passieren konnte"
Dass Di María im Finale nicht zum Einsatz kam, hat laut dem Argentinier aber nur mit seinem Gesundheitszustand zu tun gehabt. Auf der Bank zu sitzen, während seine Mannschaft um den Titel spielte, sei "das Schlimmste gewesen, was mir im Leben passieren konnte".
Der Vorwurf an seinen Ex-Klub ist die neueste Episode in einem Streit zwischen Real Madrid und dem Spieler, der sich über die vergangenen Wochen hinzog. Real-Präsident Florentino Pérez hatte jüngst berichtet, Madrid habe Di María ein sehr hoch dotiertes Angebot gemacht, und damit den Argentinier für den Weggang von den "Königlichen" verantwortlich gemacht. "Ich habe nie gesagt, dass ich von Madrid wegwollte", sagte dagegen Di María, für den Manchester rund 75 Millionen Euro gezahlt hat.