Anti-Doping-Agentur klagt über Geldsorgen - DER SPIEGEL
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Kampf gegen Doping Nada klagt über ungesicherte Finanzierung

Die Nada braucht Geld: Für das kommende Jahr ist die Finanzierung nach eigenen Angaben noch nicht gesichert. Sollte sich keine schnelle Lösung finden, müsste möglicherweise die Zahl der Doping-Tests verringert werden.
Nada-Vorsitzende Gotzmann: Finanzierung für 2014 nicht gesichert
Nada-Vorsitzende Gotzmann: Finanzierung für 2014 nicht gesichert

Nada-Vorsitzende Gotzmann: Finanzierung für 2014 nicht gesichert

Foto: Sebastian Kahnert/ dpa
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Hamburg - Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) schlägt erneut Alarm, weil die Finanzierung für das kommende Jahr noch nicht gesichert ist. "Eine Planung über das Jahr 2013 hinaus ist derzeit nicht möglich. Erfolgreiche Anti-Doping-Arbeit braucht aber finanzielle Stabilität und eine langfristige Strategie", erklärte die Agentur.

Weiter hieß es, in den "öffentlichen Diskussionen der vergangenen Wochen" sei erneut klar geworden, dass die Agentur "institutionell und finanziell gestärkt werden" müsse. Andernfalls drohe ein Verlust des Know-hows und der Erfahrung aus mehr als zehn Jahren. Die Agentur folgert: "Dies wäre angesichts der weiterhin großen Herausforderungen im Anti-Doping-Kampf fatal für den gesellschaftlichen Auftrag der Stiftung."

Die Agentur basiert auf einem Finanzierungssystem aus Wirtschaft, Sportverbänden, Bund und Ländern. Für 2014 ist nach Nada-Angaben ausschließlich die Unterstützung durch die Verbände und in Teilen durch den Bund gesichert. Im laufenden Jahr hätten 13 Bundesländer überhaupt keinen Beitrag geleistet.

"Die Nada steht vor einer unhaltbaren Situation"

Die Nada unternimmt nach eigener Aussage alle Anstrengungen, um die finanziellen Ressourcen für die Zukunft zu sichern. In den kommenden Monaten wollten Vertreter der Agentur verstärkt auf mögliche Geldgeber zugehen. Die Geldsorgen der Nada sind nicht neu. Der Etat von rund 6,5 Millionen Euro für das Jahr 2013 konnte erst spät gesichert werden, unter anderem durch einen weiteren Zuschuss des Bundes in Höhe von einer Million Euro.

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag, kritisierte die mangelnde Bereitschaft in Deutschland, für eine gesicherte Finanzierung der Agentur zu sorgen. "Die Nada steht auch zehn Jahre nach ihrer Gründung vor einer unhaltbaren Situation. Das Stakeholdermodell aus Bund, Ländern, Wirtschaft und Sport ist gescheitert", sagte die SPD-Politikerin. "Wir sind am Scheidepunkt: Ich erwarte, dass meine schon Anfang des Jahres erhobene Forderung nach einer ergebnisoffenen Diskussion zur Finanzierung der Nada von allen Beteiligten endlich umgesetzt wird."

Sollte keine schnelle Lösung gefunden werden, müsste der Umfang der Doping-Tests für 2014 eingeschränkt werden. "Selbstverständlich hätte es eine Auswirkung auf die Anzahl der Doping-Kontrollen. Sie müssten deutlich zurückgefahren werden", erklärte die Nada-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann.

buc/dpa/sid